Holzverkauf und Holzpreise

Eiche auf Markgräfler Wertholzsubmission stabil

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Am 28.01.2021 fand zum 56. Mal die Markgräfler Wertholzsubmission statt. Die Erlöse der Hauptbaumart Eiche blieben gegenüber dem Fünfjahresmittel stabil. Dank eines Mengenrekords erzielte auch der Gesamterlös der Veranstaltung einen neuen Rekord.

Am 28.01.2021 wurde zum 56. Mal die traditionelle Markgräfler- Wertholzsubmission federführen durch die Holzverkaufsstelle des Landkreises Breisgau- Hochschwarzwald im Forstbezirk Staufen durchgeführt.

Neuer Mengenrekord

Angeboten wurden 851 Fm Werthölzer aus Kommunal- und Privatwäldern der Landkreisen Breisgau- Hochschwarzwald, Lörrach sowie dem Stadtwald Freiburg. Aus dem Staatswald der Forstbezirke Hochrhein und mittleres Rheintal wurden weitere 123 Fm mit einem eigenen Losverzeichnis gemeinsam angeboten und gesondert verkauft. In der Summe stellen diese 974 Fm einen neuen Mengenrekord für die Markgräfler Submission dar.

Wie in den Vorjahren setzte sich der Trend zu zunehmenden Eichenanteilen fort. Von der Gesamtmenge entfielen 925 Fm oder 95% auf die Eiche, die Restmenge auf Nussbaum, Esche, Kirsche, Roteiche und Ahorn.

Auf die 453 Stämme aus dem Kommunal- und Privatwäldern (ohne Staatswald) gaben 24 Kunden aus Deutschland (15), Frankreich (5), der Schweiz (2), Österreich (1) und Luxemburg (1) Gebote ab, darunter Furnierwerke, Fasshersteller, Händler, Sägewerken und Schreinereien. Beboten und zugeschlagen wurden 817 Fm, auf 94 Stämme mit insgesamt 34 Fm wurde kein Gebot abgegeben, vor allem schwache Nussbäume.

Stabile Erlöse

Die Preise tendierten mit einem Durchschnittserlös von 666,-€ über alle Baumarten hinweg und 672,-€ bei der Eiche (-1% bzw. -2% Durchschnitt 2016-2020) nur unwesentlich unter den Ergebnissen der letzten fünf Jahre. Damit hat sich in diesem Jahr der Trend zu stetig steigenden Verkaufserlösen bei der Eiche nicht fortgesetzt, allerdings weisen die Erlöse in Verbindung mit der guten Mengennachfrage auf eine nach wie vor sehr stabile Struktur auf dem Eichenmarkt hin. Betrachtet man die einzelnen Jahre, so ist der Durchschnittserlös 2021, sowohl gesamt als auch allein für die Eiche, der niedrigste seit 2016. Die übrigen Laubhölzer waren nur bei starken Dimensionen und guten Qualitäten nachgefragt.

Der teuerste Stamm war eine Traubeneiche aus dem Stadtwald Müllheim, die mit einem Volumen von 3,44 Fm und einem Gebot von 1354 €/Fm einen Verkaufspreis von 4.658 € erzielte. Insgesamt wurden für 14 Stämme – allesamt Eichen – über 1.000 €/Fm geboten.

Knapp 60 % der Verkaufsmenge ging an Kunden der Furnierindustrie und dem Holzhandel, 30% an Sägewerke und gut 10% an Fasshersteller. Mit einem Gesamtumsatz von rd. 537.000 € wurde das drittbeste Ergebnis der Submission erzielt. Da die Ergebnisse seit 2020 ohne den Staatswald dargestellt werden, stellt es für den Kommunal- und Privatwald sogar ein neues Rekordergebnis dar.

Quelle: LRA Breisgau_Hochschwarzwald