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Egger: Stabiles Ergebnis im Geschäftsjahr 2013/2014

Egger: Stabiles Ergebnis im Geschäftsjahr 2013/2014

Eine positive Entwicklung aller wesentlichen Kennzahlen, ein leichtes Umsatzplus und ein EBITDA von 312 Mio. € im Geschäftsjahr 2013/2014 (30. April) präsentierte die Leitung der Egger-Gruppe am 31. Juli 2014 bei der Jahres-Pressekonferenz am Stammsitz in St. Johann in Tirol.
Der konsolidierte Umsatz der Egger-Gruppe im Geschäftsjahr 2013/2014 beläuft sich auf 2,22 Mrd. €. Zum Umsatzplus von 1,7 % im Vergleich zum Vorjahr trugen vor allem Umsatzsteigerungen in Großbritannien und im Bereich OSB, bedingt durch das Wachstum des 2012 in Betrieb genommenen OSB-Werks in Radauti (Rumänien), bei. Diese Bereiche kompensierten die teils währungsbedingten rückläufigen Umsätze in Russland und im Bereich Fußboden. Das Produktionsvolumen konnte gegenüber dem Vorjahr mit 7,5 Mio. m³ (2012/2013: 7,3 Mio. m³) Rohplatten (Span, MDF und OSB) inkl. Schnittholz erneut gesteigert werden.
Die Division Egger Building Products (OSB und Schnittholz) konnte ihren Umsatz um 18,1 % steigern, was vorwiegend der Kapazitätssteigerung bei der neuen OSB-Produktion am Standort Radauti (Rumänien) zuzurechnen ist. Darüber hinaus konnte auch am Standort Wismar und im Sägewerk Brilon eine Absatzsteigerung zum Vorjahr erzielt werden.
Im Fußbodenbereich sieht sich Egger einem tendenziell rückläufigen Gesamtmarkt in Europa ausgesetzt. Positiv entwickelt hat sich der Bereich Bauprodukte. Steigende Produktionsmengen insbesondere in Osteuropa treffen auf steigende Nachfrage in vielen osteuropäischen Märkten.
Rohstoffversorgung
Eine wesentliche Herausforderung ist nach wie vor die Rohstoffversorgung. Der durchschnittliche Holzeinkaufspreis stieg nach einer Stabilisierung im Geschäftsjahr 2012/2013 im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 wiederum auf ein neues Allzeithoch. Um dem zu begegnen setzt Egger weiter auf die Rückwärtsintegration mit eigenen Forstbewirtschaftungs- und Holzrecyclingunternehmen sowie Kurzumtriebsplantagen und investiert in Ernte- und Logistiksysteme.
Egger erwartet trotz kurzfristiger Entspannung durch den milden Winter ab Herbst erneut steigende Holzpreise.
Im Chemiebereich gab der Preis insgesamt im Geschäftsjahr 2013/2014 gegenüber dem Vorjahr leicht nach. Ein großer Teil des Leim- und Tränkharzbedarfs wird bereits durch eigene Leimfabriken in Wismar (D), Radauti (RO) und Hexham (UK) gedeckt.
Absatzmärkte
Der wesentlichste geografische Markt für Egger war auch im Geschäftsjahr 2013/2014 Westeuropa. Hier wurden rund 60,7 % der Umsatzerlöse erwirtschaftet. Von großer Bedeutung sind dabei Deutschland und die dort sehr stark vertretene Möbelindustrie.
Darüber hinaus sind Zentral- und Osteuropa wichtige und stark wachsende Märkte. Dasselbe gilt für Russland, wenngleich dort zuletzt rückläufige Umsätze verzeichnet werden mussten. Diese Absatzmärkte stellten im Geschäftsjahr 2013/2014 genau ein Drittel der Umsatzerlöse.
Außereuropäische Länder spielen eine wachsende Rolle (ihr Anteil im Geschäftsjahr 2013/2014 betrug 6,0 % der Umsatzerlöse).
 
Erwartungen 2014/2015
Für das Geschäftsjahr 2014/2015 erwartet Egger mit Ausnahme der Division Egger Retail Products (Fußboden) in allen Werken eine weitgehend volle Auslastung der Produktionsanlagen und eine erneute Umsatzverbesserung.
Für Russland wird aufgrund der derzeitigen Marktsituation und der Abwertung des Rubels mit rückläufigen Umsätzen gerechnet. Ein Umsatzwachstum wird hingegen in Westeuropa erwartet.
Größere Unsicherheiten können von der weiteren Entwicklung der Rohstoffmärkte und einer zunehmenden Verknappung von Holz ausgehen. Hierbei wirkt Egger jedoch mit der Inbetriebnahme von zusätzlichen Veredelungskapazitäten und Investitionen zur Verbesserung der Rohstoff- und Energiesituation sowie mit ständiger Optimierung der Materialeinsätze und der Kostenstruktur entgegen.
Egger/Red.

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