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Erneutes Umsatzplus für EGGER-Gruppe

Egger: Grund zum Optimismus

Steigende Energiekosten und attraktive Förderungen von Energiesparmaßnahmen halten das Renovierungspotenzial auf sehr hohem Niveau. Diese Faktoren kommen der Möbelindustrie zugute. Grund zum Optimismus ergibt sich für die Geschäftsführung des Holzwerkstoffherstellers Egger auch aus der Wohnbauentwicklung: In Westeuropa hat sich die Neubautätigkeit nach der Krise wieder stabilisiert mit leichten jährlichen Zuwächsen bis zum Jahr 2013. In Osteuropa inklusive Russland fallen die Steigerungen deutlich stärker aus: Von weniger als 800.000 Wohnungseinheiten im Jahr 2006 soll der Neubaumarkt hier knapp an die Millionengrenze heranreichen.

Geschäftsjahr 2011/12. Die Egger Gruppe hat die zufriedenstellende Konjunktur in der Holz- und Baubranche sehr gut nutzen können: Der konsolidierte Halbjahresumsatz zum 31. Oktober 2011 stieg im Zeitraum von Mai bis Oktober um 12 % auf 975 Mio. €. Das EBITDA lag laut Halbjahresfinanzbericht des Holzwerkstoffherstellers mit 127 Mio. € um 5 % über dem Vorjahreswert. Die Ergebnismarge in Relation zum Umsatz ist auf 13 % leicht gesunken, da Kostensteigerungen, insbesondere bei Rohstoffen nicht vollständig weitergegeben werden konnten.

In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2011/12 wurden Investitionen in der Höhe von 154 Mio. € getätigt (Vorjahr: 65 Mio. €). 2012 wird in Rambervillers (FR) eine 11.500 m² große Lagerhalle errichtet, eine Kurztaktpresse und eine automatische Verpackungsanlage werden installiert.

Das größte Problem. Die Preise für Rohstoffe steigen stärker als die für Holzwerkstoffe. Egger produziert europaweit in sieben Ländern und an 17 Standorten. Mit 6.500 Mitarbeitern werden in diesem Geschäftsjahr rund 6,5 Mio. m³ Holzwerkstoffe hergestellt. Geografisch fokussiert sich Egger auf Europa, wobei der wesentlichste Markt Nord-West-Europa ist, mit rund einem Drittel Anteil am Umsatz. Ein Viertel entfällt auf Zentral- und Osteuropa, es folgen Süd-West-Europa sowie Großbritannien und Irland mit je 12 % und Mittel-Südeuropa mit 7 %; Russland und Übersee haben jeweils einen Anteil von etwa 5 %.

Perspektiven 2012. Aufgrund einer stabilen Auftragslage in der Möbelindustrie und im Handel rechnet Egger auch für 2012 mit einer zufriedenstellenden Auslastung. Die neuesten Investitionen in eine OSB-Fertigung in Radauti können die Kapazitäten und somit die Verfügbarkeit der Egger OSB-Produktpalette steigern und kürzere Lieferbereitschaft sowie höhere Flexibilität gewährleisten. Darüber hinaus unterstreicht Egger seinen Anspruch als führender Holzwerkstoffhersteller mit einer Vielzahl neuer Entwicklungen. So ist das virtuelle Design-Studio Teil einer umfassenden digitalen Strategie von Egger, die von der Dekorentwicklung über die Präsentation, die Bemusterung bis zur digitalen Produktion von Dekoren auf einer eigenen Digitaldruckanlage geht. Eggers VDS-System wurde mittlerweile an über 30 Kunden und Partner weltweit verkauft.

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