Holzernte

Ein echter Achtrad von Werner

Bearbeitet von Oliver Gabriel

Wollte man von Werner eine Rückemaschine mit acht angetriebenen Rädern, so gab es bisher nur die Kombination aus Vierrad-Schlepper und einem direkt über Wegezapfwelle angetriebenen Rückewagen. Ansonsten war bei sechs Rädern Schluss. Auf der schwäbischen Alb ist seit Kurzem der WF trac 2860 als erste 8 × 8-Kombimaschine im Einsatz.

Andreas Junginger hat schon etliche Stunden mit dem neuen WF trac gearbeitet, seit er ihn im März bekommen hat. Entsprechend geschmeidig zieht er weitere Stämme aus dem Bestand und durch den Entaster, bevor er sie in die Klemmbank legt und für den Abtransport ins Sägewerk poltert. Im nächsten Schritt setzt der Forstunternehmer die Klemmbank ab und montiert mit Hilfe seines Krans binnen weniger Minuten vier Rungenbänke, die ihm auch den Transport zweier Kurzholzpakete ermöglichen. Die hintersten Rungen lassen sich bis zu einer Gesamt-Ladelänge von 5,40 m ausschieben.

Die Entwicklung des neuen 8 × 8 begann schon 2017. Einen entscheidenden Impuls dafür gab die Tatsache, dass Achtrad-Technik in Staatsforsten zunehmend gefordert wird, um etwa den Bodendruck beim Rücken zu minimieren. Weil in Ausschreibungen häufig Bogie-Bänder gefordert werden, hatten Unternehmer mit Vierrad-Maschinen zunehmend das Nachsehen. Vorreiter für den 2860 8 × 8 war die Sechsrad-Kombimaschine WF trac 6 × 6. Die neue Maschine bewegt sich auf zwei Bogies fort, die sich Junginger gleich mit 800er Reifen ausstatten ließ, um den Bodendruck auch ohne Bänder möglichst gering zu halten.Als Hauptgrund für die Entscheidung, einmal mehr auf einen WF trac zu setzen, bezeichnet Daniel Junginger das stufenlose Getriebe, das seinem Team schnelles Umsetzen zu den Einsatzgebieten ermöglicht. Die Firma Junginger ist überwiegend im Umkreis von rund 30 km um den Firmensitz in Asselfingen tätig. Dank Straßenzulassung und einer hohen Endgeschwindigkeit seien solche Distanzen problemlos zu überbrücken.

Den vollständigen Artikel finden Sie in der Forst & Technik 6/2021 – oder in unserer digitalen Ausgabe.

Jens Eber