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Arbeitsjacke Technical Vent von Husqvarna

Drei neue Prüfzeichen „KWF-Profi” vergeben

Die Mitglieder des Fachausschusses Arbeitsschutzausrüstung des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik e. V. (KWF) trafen sich am 6. und 7. Februar zur Wintersitzung in Groß-Umstadt. Dabei wurden drei neue Gebrauchswertzeichen „KWF-Profi” vergeben. Für vier Produkte wurde die Anerkennung verlängert, zwei bestanden eine Nachprüfung.

 

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Im Rahmen der Sitzung fand auch ein eintägiges Herstellergespräch statt, an dem zahlreiche Firmenvertreter teilnahmen. Besprochen wurde das hochaktuelle Thema der Rutschhemmung bei Schuhen für die Waldarbeit.

Arbeitsschutzausrüstung unter der Lupe

Unter der Leitung des Vorsitzenden des Fachausschusses, Volker Gerding, begutachtete der Ausschuss neu untersuchte Arbeitsschutzausrüstung. Dazu wurden die Praxisberichte aus den KWF-Außenstellen ausgewertet und die Ergebnisse der intensiven sicherheitstechnischen Überprüfungen auf den Prüfständen in der KWF-Zentralstelle einbezogen. Von den angemeldeten Neuprüfungen wurden jeweils ein Arbeitsschutzanzug (Kombination aus Schnittschutzhose und einer Arbeitsjacke), eine Schnittschutzhose und eine Arbeitsjacke mit dem KWF-Prüfzeichen „Profi” ausgezeichnet:

  • Der Arbeitsschutzanzug Forest W-AIR von SIOEN,
  • die Schnittschutzhose Robust Technical von Husqvarna sowie
  • die Arbeitsjacke Technical Vent von Husqvarna.

Fünf weiteren Produkten konnte kein KWF-Gebrauchswertzeichen zugesprochen werden. Den Herstellern wurden Auflagen erteilt oder es sind intensivere Untersuchungen erforderlich. Danach entscheidet der Fachausschuss erneut über die Anerkennung.

Handlungsbedarf im Bereich der Arbeitsschuhe

Der Fachausschuss hatte außerdem die Hersteller von Arbeitsschuhen zu einem fachlichen Austausch eingeladen. Da Stolpern, Rutschen und Stürzen immer noch die Hauptunfallursachen in der Waldarbeit sind, sieht der Ausschuss dringenden Handlungsbedarf im Bereich der Arbeitsschuhe. Die Folgen der Unfälle sind umso gravierender, je höher der Altersdurchschnitt der Mitarbeiter in den Forstbetrieben ist. Hohe Kosten, persönliches Leid und organisatorische Schwierigkeiten durch ausfallende Mitarbeiter sind drohende Konsequenzen. Es wurde vereinbart, dass die Rutschhemmung im Steg – dem mittleren Teil der Schuhsohle – zunehmende Bedeutung erhalten soll. Weiterhin wurden Praxistests zur Untersuchung von allen Beteiligten als unerlässlich angesehen. Reine Laborprüfungen wurden kritisch gesehen.

Die nächste Sitzung des Prüfausschusses findet am 5. und 6. Juni 2018 in Hachenburg statt.

P. Harbauer/KWF/Red.

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