Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
Dr. Ulf Baier beendet aktive Dienstzeit

Dr. Ulf Baier beendet aktive Dienstzeit

Im September 2014 endet für Dr. Ulf Baier nach fast 30 Dienstjahren in der Forstverwaltung des Landes Thüringen seine berufliche Tätigkeit. Baier absolvierte von 1975 bis 1979 er an der Pädagogischen Hochschule Erfurt-Mühlhausen ein Biologie- und Chemie-Studium. Daran schloss sich bis 1983 an der gleichen Hochschule ein Forschungsstudium am Wissenschaftsbereich Zoologie an. Während dieser Zeit promovierte er mit dem Thema „Untersuchungen über die Chitinaseaktivität des larvalen Häutungszyklus von Lithobius forficatus unter normalen und experimentell beeinflussten Bedingungen“. Von 1983 bis 1985 arbeitete er an der Universität Jena als wissenschaftlicher Mitarbeiter. 1986 trat Dr. Baier die Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters für Forstentomologie und Forstschutz in der Außenstelle Weimar/Jena der Abteilung Waldschutz des Institutes für Forstwissenschaften Eberswalde an. Neben der operativen Hauptstellentätigkeit und Anleitung der Mitarbeiter der damaligen Forstwirtschaftsbetriebe bearbeitete er eine Reihe von Forschungsthemen, insbesondere zur Populationsdynamik der Großen Fichtengespinstblattwespe. Die Tätigkeit übte er auch nach 1990 in der neugegründeten Thüringer Forsteinrichtungs- und Versuchsanstalt in Gotha aus.1995 wurde ihm die Leitung des Referates bzw. der späteren Abteilung Waldschutz in der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft bzw. Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei übertragen. Eine der ersten großen Herausforderungen für ihn war die wissenschaftliche Vorbereitung und Begleitung der Bekämpfungsmaßnahmen gegen die Nonne im Grenzgebiet zu Sachsen. Es folgten weitere z.T. großflächige Bekämpfungsaktionen gegen verschiedene Eichen- und Fichtenschädlinge. Der Erfolg dieser Waldschutzmaßnahmen ist nicht zuletzt auf die engagierte und fachlich fundierte Tätigkeit von Dr. Baier und seinen Mitarbeitern zurückzuführen.Im Mittelpunkt seiner Arbeit stand stets die Kontinuität der Forstschutzarbeit auf der Grundlage eines engen Kontaktes zur forstlichen Praxis. Trotz der Strukturänderungen gelang es ihm und seinen Mitarbeitern den Waldschutzmeldedienst funktionsfähig zu erhalten und weiterzuentwickeln. Besonders am Herzen lagen ihm die faunistischen Untersuchungen zur Inventarisierung der Bodenkäfer in ausgewählten Naturwaldparzellen und in vergleichbaren bewirtschafteten Flächen. Ausdruck der qualifizierten Waldschutzarbeit und der sehr guten Zusammenarbeit mit der forstlichen Praxis ist die Tatsache, dass in seiner gesamten Dienstzeit keine kalamitären Waldschäden durch phytophage Insekten auftraten.Nicht unerwähnt soll sein Engagement bei der Ausbildung von Studenten, Anwärtern und Referendaren sowie bei der Weiterbildung von Mitarbeitern der Forstverwaltung bleiben. Dr. Baier arbeitete auf nationaler Ebene aktiv in allen Waldschutzexpertengremien mit und war durch seine hohe Fachkompetenz und sein sachliches und verantwortungsvolles Auftreten stets ein gefragter Ansprechpartner.Wir wünschen Dr. Ulf Baier für seinen neuen Lebensabschnitt persönliches Wohlergehen und Freude bei all den Dingen, die er bislang aus zeitlichen Gründen nicht wahrnehmen konnte.

Auch interessant

von