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Dr. Peter Röhe, Referatsleiter Nachhaltige Entwicklung und Umwelt im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, hat im Dezember 2018 seinen aktiven Dienst beendet.

Dr. Peter Röhe i.R.

Dr. Peter Röhe, Referatsleiter für Waldökologie, nachhaltige Waldbewirtschaftung, Angelegenheiten der obersten Jagdbehörde, Jagdwesen im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, hat im Dezember 2018 seinen aktiven Dienst beendet.

Dr. Peter Röhe wurde am 21. Mai 1953 in Husum geboren und studierte Forstwissenschaft an der Universität Freiburg im Breisgau. Anschließend promovierte er mit einer Untersuchung über das Wachstum der Buche in Baden-Württemberg. Daran schloss sich eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg und das Referendariat an.
Im Anschluss daran zog es Dr. Röhe zurück in sein Geburtsland Schleswig-Holstein. Er übernahm dort nach kurzer Tätigkeit in der Forstlichen Standortkartierung die Leitung des Forstbezirks SÜD der Forstabteilung der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

Nach der Öffnung der innerdeutschen Grenze ergaben sich aus der Kooperation benachbarter Bundesländer früh Kontakte mit der Forstverwaltung Mecklenburg-Vorpommerns. Darauf aufbauend wechselte Dr. Röhe im Oktober 1991 an die Fachhochschule für Forstwirtschaft mit Sitz in Raben Steinfeld. Er übernahm dort die Lehrfächer Forstliche Betriebslehre, Forstplanung und Waldwachstum.
Im Jahr 1995 erhielt er vom Ministerium den Auftrag ein Forstliches Versuchswesen für Mecklenburg-Vorpommern aufzubauen und dieses zu leiten. Nach mehreren Jahren wissenschaftlicher Arbeit wechselte Dr. Röhe in das Landwirtschaftsministerium. Er übernahm zunächst die Stelle des Waldbaureferenten und später die Referatsleitung unter Einbeziehung der obersten Jagdbehörde. Hinzu kam die Funktion des stellvertretenden Abteilungsleiters.

Somit hat Dr. Röhe auf verschiedenen Ebenen vielfältige Aufgaben wahrgenommen, wenngleich die Bewirtschaftung der Wälder und speziell der Waldbau den Schwerpunkt seiner Tätigkeit bildete. In den über 20 Jahren als Ministeriumsmitarbeiter standen die Umsetzung einer Naturnahen Forstwirtschaft, Regelungen für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und die forstliche Forschung im Vordergrund seiner Arbeit. Er hat die Federführung für zahlreiche Bewirtschaftungsrichtlinien wahrgenommen sowie viele Projekte in Verbindung mit Drittmittel initiiert oder selbst geleitet. Konzepte zur forstlichen Bewirtschaftung von Nassstandorten, Untersuchungen zur Bewältigung des Eschentriebsterbens oder Strategien zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel seien beispielhaft für dieses Tätigkeitsfeld genannt.

Daneben ist Dr. Röhe in mehreren Gremien mit forstlichem- und/oder jagdlichem Bezug tätig. Er ist langjähriges Mitglied im Präsidium des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Vorsitzender der Gesellschaft für schnellwachsende Baumarten in Norddeutschland, Mitglied im Beirat der Stiftung Wald und Wild in M-V, seit kurzem Obmann für Niederwild und Naturschutz im Landesjagdverband und er war über Jahre Lehrbeauftragter für das Fach Waldbau an der Universität Greifswald.

Red.

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