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Dr. Monika Konnert in den Ruhestand verabschiedet

Dr. Monika Konnert in den Ruhestand verabschiedet

Am 24. April 2017 wurde Dr. Monika Konnert, Leiterin des Bayerischen Amtes für Saat- und Pflanzenzucht (ASP) durch Bayerns Forstminister Helmut Brunner feierlich in den Ruhestand verabschiedet.In Rumänien geboren und aufgewachsen, studierte Konnert an der Babes-Bolyai-Universität in Klausenburg, Rumänien, Allgemeine Chemie für Lehramt und Forschung. Als Diplomchemikerin arbeitete sie anschließend an dem Rumänischen Forstforschungsinstitut in einem Labor für Bodenkunde, bis sie 1987 mit ihrem Mann, einem Diplom-Forstwirt und Waldinventurspezialisten, und den beiden Kindern als Spätaussiedlerin nach Deutschland kam. Erste Station war hier ab 1988 die Leitung des Isoenzymlabors an der FVA Freiburg. Parallel dazu promovierte sie im Bereich Forstgenetik an der Georg-Augustus-Universität in Göttingen zur Genetik der Weißtanne vor dem Hintergrund des Waldsterbens. Vorbedingung dazu war das Bestehen von Prüfungen in forstwissenschaftlichen Fächern in Göttingen und Freiburg. Nach erfolgreich abgeschlossener Promotion folgte 1992 der berufliche Wechsel an das ASP in Teisendorf. Hier etablierte und leitete sie die forstgenetische Laborforschung, beginnend mit dem Isoenzymlabor, dem 1996 das Saatgutprüflabor und 1999 das DNA-Labor folgte. Seit November 2005 war sie auch stellvertretende Leiterin des Amts. 2007 zur Leiterin des ASP ernannt, gab Konnert 10 Jahre die richtungsweisenden Anstöße für diese Institution.Das ASP ist dem Forstministerium unmittelbar nachgeordnet und besitzt für die Bayerische Forstverwaltung zukunftsweisende Funktion. Nach der Forstverwaltungsreform im Jahr 2005 hat Konnert die Neuausrichtung des ASP erfolgreich vorangetrieben, mit einem Schwerpunkt bei der angewandten forstgenetischen Forschung. Sie hat durch ihr offenes Wesen nationale und internationale Netzwerke aufgebaut, sodass das ASP heute mit zahlreichen anderen Forschungseinrichtungen, Universitäten und europäischen Gremien erfolgreich kooperiert. Schwerpunkte ihrer Arbeit am ASP waren Untersuchungen zur genetischen Variation von Baumarten, Studien zu den Auswirkungen waldbaulicher Maßnahmen auf die genetische Zusammensetzung von Wäldern, die Herkunftssicherheit von forstlichem Vermehrungsgut (Stichwort: Entwicklung ZüF) und neuerdings die Umsetzung von Generhaltungsmaßnahmen in Bayerns Wäldern und die Etablierung eines genetischen Monitorings in Deutschland. Aufgrund ihrer breiten Expertise hat sich Konnert zudem einen Namen in der Gesetzgebung und im Transfer von Forstvermehrungsgut in Europa gemacht. Dank ihrer strukturierten, zielstrebigen Arbeitsweise wurde sie mit der Leitung von Arbeitsgruppen beauftragt, zuletzt in einem europäischen Projekt zu eingeführten Baumarten oder der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Erhaltung forstliche StMELF_Konnert_Rusheat“. Ihre praxisorientierten, wissenschaftlichen Arbeiten haben der Forstverwaltung und dem ASP national und international viel Anerkennung gebracht. Insgesamt kann die renommierte Wissenschaftlerin Dr. Monika Konnert heute auf über 180 Veröffentlichungen zurückblicken.

Georg Windisch, Leiter der Bayerischen Forstverwaltung

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