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Dr. Martin Weiß zum 85.

Dr. Martin Weiß zum 85.

Am 4. August vollendete Dr. Martin Weiß, ehemaliger Leiter der Abteilung Generhaltung, Saatgutwesen und Züchtung an der Sächsischen Landesanstalt für Forsten in Graupa, sein 85. Lebensjahr. Nach dem forstwissenschaftlichen Studium in Tharandt und einer weiteren speziellen Qualifizierung in Botanik (Halle) und Pflanzenzüchtung (Quedlinburg) trat er 1956 eine Stelle beim Tharandter Institut für Forstwissenschaften, Abteilung Forstpflanzenzüchtung am Standort Graupa bei Dresden an. Er beschäftigte sich zunächst mit der züchterischen Bearbeitung einheimischer Erlenarten und wurde 1964 mit diesem Thema zum Dr. rer. silv. promoviert.

In der Folgezeit verlegte er sich auf den Schwerpunkt Fichtenprovenienzforschung. Ab 1975 leitete er die inzwischen als Versuchsstation Graupa dem Institut für Forstwissenschaften in Eberswalde zugeschlagene und stark verkleinerte Einrichtung. Es gelang Dr. Weiß, das reiche und wertvolle Erbe an forstlichen Versuchsflächen und den guten Ruf von Graupa als Standort der Forstpflanzenzüchtung mit bescheidenen Ressourcen in dieser schwierigen Zeit weiterzuführen und zu erhalten.
 
1985 wurde der Standort Graupa als Forschungs- und Überleitungszentrum mit dem Schwerpunkt Rauchschadensforschung in den Mittelgebirgsregionen erheblich aufgewertet. Dr. Martin Weiß war stellvertretender Leiter der Einrichtung und konzentrierte seine Forschungstätigkeit auf die Immissionsresistenz der Fichte. Mit der Gründung der Sächsischen Landesanstalt für Forsten am 1. Juli 1991 wurde er Abteilungsleiter für Generhaltung, Saatgutwesen und Züchtung. In dieser Übergangszeit bis zu seinem Renteneintritt 1993 war Dr. Martin Weiß maßgeblich am Aufbau der forstlichen Ressortforschung, speziell der Forstpflanzenzüchtung, in den neuen Strukturen beteiligt.
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