Dr. Henrik Hartmann
Dr. Henrik Hartmann ist der neue Leiter des JKI-Fachinstituts für Waldschutz in Quedlinburg.
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Dr. Henrik Hartmann Leiter des neuen Fachinstituts für Waldschutz

18. Dezember 2022
Zum 1. Dezember hat das neue Fachinstitut für Waldschutz des Julius Kühn-Instituts (JKI) in Quedlinburg seine Arbeit aufgenommen. Leiter der Einrichtung ist Dr. Henrik Hartmann.

Hartmann (Jahrgang 1968) ist im hessischen Dillenburg, im waldreichen Lahn-Dill-Kreis, aufgewachsen. Nach dem Abitur diente er zwei Jahre bei der Bundeswehr und wanderte dann nach Kanada aus. Der Wald war die Lebensader der Kommune dort, das Leben war geprägt von der forstlichen Bewirtschaftung. Angeregt durch dieses Umfeld absolvierte Hartmann eine Ausbildung zum Forstwart und begann dann in „New Brunswick“ (übersetzt Neu-Braunschweig) ein Studium der Forstwissenschaften. Er promovierte an der Universität Quebec in Montreal im Fachbereich Waldökologie zum Thema Baumsterben im Plenterwald. 2009 kam er zurück nach Deutschland, wo er schließlich Gruppenleiter am MPI in Jena wurde. 2017 folgte die Habilitation zur Pflanzenökologie. Im Jahr 2022 zählte Hartmann erstmals mit seinen wissenschaftlichen Publikationen zu den meistzitierten Forschenden im „Web of Science“ in der Kategorie „Cross field“, siehe dazu die Zitationsstatistik unter: https://www.webofscience.com/wos/author/record/1012138

Zuletzt hat Hartmann die Arbeitsgruppe „Plant Allocation“ in der Abteilung für Biogeochemische Prozesse am Max-Planck-Institut (MPI) für Biogeochemie in Jena geleitet. Dort beschäftigte sich der habilitierte Forstwissenschaftler mit der Reaktion von Pflanzen auf Trockenstress. Dabei erforschte er die Aufnahme von Kohlenstoff in Form von Kohlendioxid und dessen Speicherung als Notreserve in Form von Zuckern, Stärke und Fetten.

Das neue Fachinstitut für Waldschutz

Am 1. Dezember 2022 hat das neu gegründete Institut für Waldschutz am Julius Kühn-Institut seine Arbeit aufgenommen. Es ist das jüngste von 18 Fachinstituten unter dem Dach des Bundeforschungsinstituts für Kulturpflanzen. Mit der Schaffung eines eigenen Waldschutzinstituts trägt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) dem gestiegenen Beratungsbedarf zum Schutz des Waldes vor den Auswirkungen des Klimawandels und zur Sicherung von Waldökosystemen Rechnung.

Der Wald leidet unter den Folgen des Klimawandels. Stürme, Trockenheit, Waldbrände, Schadinsekten und neuartigen Krankheiten setzen dem Ökosystem zu. Deshalb möchte Institutsleiter Dr. Hartmann gemeinsam mit den anderen JKI-Fachinstituten, mit Partnerinstituten der Ressortforschung sowie den Kolleginnen und Kollegen der Länderbehörden und forstlichen Versuchseinrichtungen deutschlandweit Strategien zum Schutz des Waldes erarbeiten, um so zur nachhaltigen Waldnutzung beizutragen. Sein Institut ist auch weiterhin im Rahmen des Zulassungsverfahrens in die Bewertung der Wirksamkeit von Forstschutzmitteln eingebunden und arbeitet in nationalen und internationalen Gremien mit. Die neue Institutswebseite informiert über laufende Forschungsprojekte: https://www.julius-kuehn.de/ws/.

Mit Material des JKI