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Dr. Heinz-Werner Streletzki wechselt in den Ruhestand

Bearbeitet von Jörg Fischer

Mit Wirkung zum 1. März tritt der leitende Ministerialrat (LMR) Dr. Heinz-Werner Streletzki in den Ruhestand. Er wird als Pensionär jedoch auch weiterhin den Vorsitz des Kuratoriums für Forsttechnik e. V. (KWF) innehaben.

Aufgewachsen ist Heinz-Werner Streletzki in einem Forsthaushalt in Rheinland-Pfalz. Nach dem Forststudium in Göttingen und Referendariat in der Niedersächsischen Landesforstverwaltung war er zunächst an der Niedersächsischen Forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. In dieser Zeit wurde er 1989 unter seinem Doktorvater, Prof. Dr. Gussone, mit einem Thema zur Startdüngung bei verschiedenen Laub- und Nadelbaumarten promoviert. Seine hierbei entdeckte Liebe zum forstlichen Versuchswesen hält bis heute an. Anschließend wechselte er für zwei Jahre an die Landesvertretung Niedersachsens nach Bonn.

Nach der Wiedervereinigung übernahm er für fünf Jahre die Referatsleitung „Kabinetts-, Landtags-und Bundesratsangelegenheiten“ im Landwirtschaftsministerium in Magdeburg und knüpfte dort ein großes Netzwerk in die bundesdeutsche Forstlandschaft. Es folgten weitere Jahre in verschiedenen Leitungsverwendungen, in denen er sich unter anderem um die Umstrukturierung der Landesforstverwaltung in Sachsen-Anhalt kümmerte und darauf auch maßgeblich Einfluss nahm. In der Folge wurde Heinz-Werner Streletzki 2002 die Leitung des Landesforstbetriebes Sachsen-Anhalt übertragen. Nach drei Jahren kehrte er auf eigenen Wunsch als Referatsleiter zurück ins Magdeburger Ministerium.

Streletzkis Rückkehr nach Niedersachsen

Als glückliche Fügung ergab sich für Streletzki 2006 die Chance, nach Niedersachsen zu wechseln. Ihm wurde die Referatsleitung „Öffentliche Forstwirtschaft“ im Landeswirtschaftsministerium in Hannover mit den Schwerpunkten der Rechts- und Fachaufsicht über die Niedersächsischen Landesforsten (AöR) und den Klosterkammerforstbetrieb sowie die als Mehrländeranstalt neu aufgestellte Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA), die Ausbildung für den forstlichen Nachwuchs und die forstlichen Grundsatzangelegenheiten, einschließlich Naturschutz und Umweltbildung, übertragen. Folgerichtig wurde er aufgrund seiner großen forstlichen Expertise „Niedersächsischer Landesforstchef“. Daneben ist Streletzki Vorsitzender der Prüfungskommission für den gehobenen Forstdienst, Mitglied im Verwaltungsrat der Niedersächsischen Landesforsten sowie im Steuerungsausschuss der NW-FVA, Vorstandsvorsitzender des KWF, stellv. Mitglied im Präsidium des Deutschen Forstwirtschaftsrats (DFWR) und im Kuratorium der Stiftung UNESCO-Weltkulturerbe Harz.

„Zurückweichen, um neu Anlauf zu nehmen“

Streletzki liebt klare Worte und tritt mit Gradlinigkeit und Mut, gepaart mit Zuverlässigkeit wie Beharrlichkeit für eine moderne und zukunftsfähige Forstwirtschaft in Niedersachsen und darüber hinaus ein. „Zurückweichen, um neu Anlauf zu nehmen“ ist mittlerweile zu einem geflügelten Wort in seinem beruflichen Umfeld geworden. Bei seinem gesamten Tun ist ihm sein bundesweites Netzwerk zu Gute gekommen. Sein Herz schlägt besonders für das forstliche Versuchswesen, dem er sich seit seinen beruflichen Anfängen immer noch sehr verbunden fühlt. Offen für neue Forschungsansätze, ohne dabei die bisherigen Ergebnisse und Leistungen der forstlichen Forschung aus dem Blick zu verlieren, hat er gemeinsam mit der Leitung und dem Steuerungsausschuss der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt konsequent daran mitgewirkt, diese zu einem der führenden Institutionen der nationalen und europäischen Waldforschung auszubauen.

Dem passionierten Förster und Familienmensch wünschen alle Kolleginnen und Kollegen die notwendige Gesundheit, Muße und Zufriedenheit in dem bevorstehenden Lebensabschnitt. Streletzki wird der forstlichen Welt auch weiterhin als Vorstandsvorsitzender des KWF erhalten bleiben.

Dr. Thomas Böckmann, Dr. Klaus Merker