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Dr. habil. Siegfried Anders 75 Jahre

Dr. habil. Siegfried Anders 75 Jahre

Am 4. September vollendete Dr. habil. Siegfried Anders sein 75. Lebensjahr. Als ehemaliger Leiter des Instituts für Forstökologie und Walderfassung der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft hat er maßgeblich die waldkundliche Forschung in Nordostdeutschland und die Ausrichtung und den Aufbau der waldökologischen Ressortforschung des Bundes mit bestimmt.Der promovierte und habilitierte Forstwissenschaftler wurde 1940 in Fraustadt/Wschowa im heutigen Polen geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend in Sachsen. Nach einer Lehre und Tätigkeit als Holzfäller im Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Königstein machte er im Jahre 1960 in Dresden das Abitur. Danach begann er das Forststudium an der Forstlichen Fakultät der Humboldt-Universität in Eberswalde und wechselte nach Schließung der Einrichtung im Jahre 1963 nach Tharandt an die dortige Forstfakultät der Technischen Universität Dresden. Nach seinem Abschluss und einem Ausflug in die Forstpraxis mit Tätigkeiten in Sachsen-Anhalt und im nordostdeutschen Tiefland promovierte er am Institut für Waldbau der TU Dresden in Tharandt bei Prof. Dr. Harald Thomasius. Seine mit „summa cum laude“ bewertete Dissertation zur Fichtennaturverjüngung in den sächsisch-thüringischen Mittelgebirgen bestimmte seine folgende forstwissenschaftliche Karriere in den Bereichen Waldökologie und Waldbau. Seine wissenschaftliche Berufung fand er ab 1976 als Leiter der Abteilung Waldökologie und Hydrologie am Institut für Forstwissenschaften Eberswalde (IFE), der zentralen forstlichen Forschungseinrichtung der DDR. Viele seiner Forschungsergebnisse wurden zu einem Modell der standortsbezogenen Biomasseproduktion von Buchen- und Kiefernwäldern in Nordostdeutschland verknüpft, die Grundlage seiner Habilitation im Jahre 1988. In den Umbruchzeiten der Wiedervereinigung und nach der Auflösung des Instituts für Forstwissenschaften Eberswalde, ebnete Anders den Weg für die Eingliederung seiner Abteilung in die Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft (BFH) ab 1992. Das neue BFH-Institut für Forstökologie und Walderfassung leitete er bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2005.Seine 38 Jahre wissenschaftliche Tätigkeit haben viele Spuren sowohl in der nordostdeutschen als auch bundesweiten Forschungslandschaft hinterlassen. In Dankbarkeit für seine großen Verdienste wünsche ich ihm im Namen seiner ehemaligen Kolleginnen und Kollegen noch viele Jahre eine gute Gesundheit, große Schaffenskraft und weiterhin Freude am Wald.

Prof. Dr. Andreas Bolte

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