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Dr. Franz Mutsch verstorben

Dr. Franz Mutsch, ehemaliger Leiter der Abteilung Waldboden am Bundesforschungszentrum für Wald (BFW), ist am 29. Oktober 2019 verstorben. Er trat 1981 in den Dienst des Instituts für Standort der ehemaligen Forstlichen Bundesversuchsanstalt, dem heutigen BFW.

Von Beginn an war die Bodenanalytik sein fachlicher Schwerpunkt; 1990 wurde er zum Leiter der damaligen Abteilung „Bodenkunde und Forstdüngung“ ernannt. Er trat Anfang Mai 2013 seinen Ruhestand an.

Franz Mutsch begründete die Bodenanalytik am Bundesforschungszentrum für Wald und entwickelte die Labormethoden stetig weiter. Seine Verdienste lagen vor allem in der hohen Qualität der Laboranalysen, die dem BFW national als auch international hohe Reputation einbrachte. Die im Rahmen des europaweiten Monitoring-Programms durchgeführte Waldbodenzustandsinventur (WBZI) war ein weiterer Meilenstein seiner Karriere. Diese Erhebung lieferte wertvolle Daten über die österreichischen Waldböden, welche die Basis vieler Modellierungen sind und auch heute noch nachgefragt werden. Franz Mutsch wirkte bei der internationalen Harmonisierung der Labormethoden maßgeblich mit. Aus der ersten Wiederholungsaufnahme im Rahmen des EU-Projekts BioSoil konnte er Veränderungen des Waldbodenzustands aufzeigen.

Dr. Mutsch war aufgrund seiner hohen Fachkompetenz in vielen Fachgremien tätig, z. B. ÖNORM, Fachbeirat für Bodenschutz und Bodenfruchtbarkeit des BMNT, Forest Soil Expert Panel und dem deutschen Gutachterausschuss für Forstliche Analytik (GAFA). Die Österreichische Bodenkundliche Gesellschaft prägte er als jahrelanger Generalsekretär entscheidend mit.

Den Menschen Franz Mutsch zeichneten seine Freundlichkeit, Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft sowie seine Geradlinigkeit aus. Für die Anliegen seiner Kolleginnen und Kollegen hatte er immer ein offenes Ohr. Hohe Datenqualität war ihm nicht nur ein berufliches, sondern auch ein sehr persönliches Anliegen. Schwierige Situationen meisterte er oft mit treffendem Humor.

Dr. Ernst Leitgeb/BFW

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