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Dr. Ernst Eberhardt 80 Jahre

Dr. Ernst Eberhardt 80 Jahre

Ernst Eberhardt wurde am 23. März 1932 in Luisenthal am Nordrand des Thüringer Waldes geboren. Nach dem Abitur begann er die Ausbildung als Forstfacharbeiter im Forstamt Crawinkel, dem folgte das Studium an der forstlichen Hochschule in Eberswalde, welches er als Dipl.-Forstwirt abschloss. Seine Arbeitsstelle wurde das Institut für Standortserkundung und Forsteinrichtung Potsdam, in dem er zwölf Jahre tätig war. Er widmete sich fortan der Standortserkundung im Harz. Zwischenzeitlich war er 1960/1961 im Auftrag der IUFRO an einem Internationalen Methodenvergleich forstlicher Boden- und Vegetationskartierung in der Schweiz tätig und demonstrierte dort das kombinierte Verfahren der Standortserkundung mit Erfolg. 1967 übernahm Eberhardt die Oberförsterei Blankenburg und mit der Fusion der Forstbetriebe Wernigerode und Blankenburg 1973 war er als Produktionsdirektor des 50 000 ha großen Betriebes tätig. Unter seiner Leitung wurde 1974 ein neues Verfahren zur Inventur und Planung der Buchenwirtschaft auf der Grundlage von Bestandes-Behandlungstypen entwickelt und zur Anwendung gebracht. Wenige Jahre später wurde dieses Verfahren auch für das Gebiet Nordthüringens genutzt (s. AFZ 14/1992). 1980 promovierte Eberhardt zum gleichen Thema an der TU Dresden. Im gleichen Jahr übernahm er die Leitung des Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebes Haldensleben. 
Nach den politischen Veränderungen 1990 wurde Dr. Eberhardt mit dem Aufbau der Forstlichen Versuchsanstalt Sachsen-Anhalt in Flechtingen betraut. Im gleichen Jahr wurde er zum ersten Vorsitzenden des neu gegründeten Landesforstvereins Sachsen-Anhalt gewählt. 1997 beendete Landforstmeister Dr. Ernst Eberhardt seinen aktiven Forstdienst, ist aber bis heute ein kritischer Beobachter der Entwicklungen in der Forstwirtschaft. Ernst Eberhardt zählt – so nicht nur die Auffassung des Verfassers – zu den verdienstvollen Forstleuten unseres Landes.
Klaus Gregor

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