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Dr. Ehlert Natzke 70 Jahre

Dr. Ehlert Natzke 70 Jahre

Geboren am 14. Mai 1946 als Sohn eines Revierförsters im Brandenburgischen lernte Ehlert Natzke früh die Belziger Wälder kennen. Der Einstieg in sein bewegtes Berufsleben begann, so war es damals üblich, mit einer Ausbildung zum Waldarbeiter in den Wäldern der Fontanestadt Neuruppin. Es folgte ein Jahr hauptamtliche Tätigkeit bei der FDJ und das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg. Das Studium der Forstwirtschaft an der TU Dresden in Tharandt absolvierte er erfolgreich und war dort ab 1970 wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Forstökonomie. Inhalt seiner Promotion: Sorten- und Transportoptimierung für Fichtenholz im Erzgebirge. Im Jahr 1972 ging Ehlert Natzke für ein Jahr zum Zusatzstudium an die Forsttechnische Kirow-Akademie Leningrad – heute: Forsttechnische Universität Sankt Petersburg. Die nächste Station seines Berufslebens war das Forstinstitut Eberswalde. Es folgte Magdeburg, wo unser Jubilar beim Rat des Bezirkes, die Dienstwohnung war ein Eigenheim mit Garten, bis zur Wende 1989/90 zuständig war für Waldbau, Holzeinschlag und Naturschutz. Und er war dabei, als in den letzten Jahren der DDR im Harz ein Forstgrenzübergang nach Niedersachsen eingerichtet wurde. Es konnten erste Kontakte zu den niedersächsischen Forstkollegen geknüpft werden.
Im Jahr 1990 wurde Ehlert Natzke stellvertretender Leiter im Forstamt Flechtingen und Leiter der Forstbaumschule Bülstringen. In die Zeit des Aufgabenbereichs Forstliches Versuchswesen in Flechtingen fielen drei für ihn erfreuliche Projekte der Jahre 1995 bis 1997 zur Saatgutgewinnung, Saatgutkontrolle und zu Naturwaldreservaten, die ihn nach Cambridge (England) führten. In Brüssel vertrat er die NGOs (Non-Governmental Organizations) bei der Umsetzung der EU-Verordnung zur Erhaltung genetischer Ressourcen von Bäumen und Sträuchern. Auf Flechtingen folgten Tätigkeiten als Inspektionsbeamter beim Regierungspräsidenten in Magdeburg mit der Zuständigkeit auch für die forstliche Förderung.
Nächste Stationen bis zur Verabschiedung in den Unruhestand waren der Landesforstbetrieb mit der Zuständigkeit für das Controlling und das Landeszentrum Wald. Positiv hier die Erinnerungen an die waldpädagogischen Tätigkeiten, weniger positiv die Aufgabe im Bereich des Sektors Dienstleistungen, da dort für etwa 600 Waldarbeiter neue Arbeitsplätze zu finden waren.
Ein bewegter Mann geht nicht in den Ruhestand, er bleibt in Bewegung. So bis heute im Naturschutzbeirat der Stadt Magdeburg, als ehemaliger Geschäftsführer und noch heute als Vorstandsmitglied der SDW, als Vorsitzender des Waldpädagogischen Zentrums Magdeburg, als Vorstandsmitglied im Magdeburger Förderkreis für krebskranke Kinder.
Der Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt hat Ehlert Natzke zu danken für seinen steten Einsatz für die Belange des Verbandes als Geschäftsführer und wünscht ihm im Kreise seiner Familie, seiner Wegbegleiter, Freunde und Kollegen alles Gute zum Geburtstag. Und wir wünschen uns, dass er uns noch lange Jahre mit seiner Schaffenskraft erhalten bleiben möge.
WBV Sachsen-Anhalt

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