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Auch wieder Thema der DLG-Waldtage: Die Arbeit mit dem Pferd ist eine alternative Bewirtschaftungsform, die auf Grenzstandorten innerhalb des Waldes eingesetzt wird.

DLG-Waldtage: Praxiseinsatz von Pferden im Wald

Empfindliche Böden setzen konventionellen Verfahren in der Forstwirtschaft Grenzen. Neben großen Maschinen ist die Arbeit mit dem Pferd eine alternative Bewirtschaftungsform, die auf Grenzstandorten innerhalb des Waldes eingesetzt wird.

Auf der „Wald und Holz-Meile“ zeigt die Interessensgemeinschaft Zugpferde e. V. (IGZ) den Praxiseinsatz von Pferden bei der Weißtannenaussaat und beim Holzrücken. Dabei präsentieren sie innovative Technik für den Pferdezug, die an den Wald und seine besonderen Saatflächen angepasst ist.

Bestandesbegründung

Die Bodenbearbeitung mit dem Pferd bei der Bestandesbegründung trägt wesentlich zum Bodenschutz bei. Mit speziellen Bodenbearbeitungsgeräten, kann auch im Wald bodenschonend Bodenbearbeitung zur Einleitung von Naturverjüngung oder zur Vorbereitung von Saat oder Pflanzung durchgeführt werden.

Holzrückung

Mit dem planmäßigen Einsatz von Rückpferden in der Holzernte kann der Befahrungsanspruch auf den Waldböden deutlich zurückgesetzt werden. Hierdurch werden dem Waldbesitzer auf wirtschaftlicher Grundlage interessante Möglichkeiten geboten, bei seiner Waldbewirtschaftung langfristig nicht mehr als 10 % des Waldbodens zu befahren. Durch die gebrochene Verfahrensmethode der Holzrückung im Kölner- und Wittgensteiner Verfahren der IGZ, wird der Befahrungsmoment auf die maschinelle Endrückung reduziert. Beginnend mit dem motormanuellen Einschlag, unterstützt durch Fällraupenwinden wie Pauline/Moritz der Firma Pfanzelt, wird das Holz entsprechend der Schlagordnung zur Rückung bereitgestellt.

In der Regel völlig losgelöst vom Einschlag und auch der Maschinenrückung, bringen die Rückepferde das Holz entsprechend der maschinellen Anforderungen an die Rückegasse, sodass als letztes Glied die Bestände nur ein einziges Mal über Gassen zur Endrückung befahren werden. Der individuelle Zeitpunkt für diese Nutzung über die Rückegassen kann optimal unter Berücksichtigung der Witterungsbestände festgelegt werden.

Trotz des produktiven Anspruchs dieser Verfahren führt eine Entkopplung der ersten beiden Arbeitsschritte von der Maschinentechnik zu enormen Leistungen für den Bodenschutz.

Durch die separate Durchführung der ersten beiden Arbeitsprozesse ohne forstliche Großtechnik, wird der Bodenschutz trotz produktiven Anspruchs zur Verfahrensumsetzung maximal gewährleistet. Mit dem Kölner,- und Wittgensteiner Verfahren stellt die IGZ genau die Methoden vor, mit denen zahlreiche Waldbesitzer alle Jahre ihre Wälder erfolgreich beernten lassen. Sowohl die fachgerechte Bereitstellung durch die Rückepferde beim Wittgensteiner Verfahren als auch die enorme Schlagkraft der Tiere beim Kölner Verfahren, werden den Besuchern eindrücklich auf den DLG-Waldtagen vorgeführt. Die Sympathien für die Rückepferde werden aber nicht nur unter wirtschaftlichen Aspekten deutlich werden, auch die Geschicklichkeit, die Souveränität und Vielseitigkeit solcher Helfer in der Forstwirtschaft wird von der IGZ präsentiert.

Quelle: DLG

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