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Diskussion zur „kartellrechtskonformen“ Holzvermarktung

Diskussion zur „kartellrechtskonformen“ Holzvermarktung

Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) veranstaltete am 12. November gemeinsam mit dem Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) seine forstpolitische Sauvesper in Berlin. Im Gespräch mit Abgeordneten des Bundestages und Ministeriumsvertretern diskutierten die Verbände die aktuelle Position des Bundeskartellamtes zur rechtskonformen Ausgestaltung von Vermarktungskooperationen für Holz.
In das aktuell forstpolitisch intensiv diskutierte Thema „kartellrechtskonforme Holzvermarktung“ führte Rechtsanwalt und Kartellrechtsexperte Oliver M. Schniewind ein. Lars Schmidt, Generalsekretär des Vorstands des Bundesverbands der Säge- und Holzindustrie (DeSH), ergänzte diese Ausführung en um die Sichtweise der Säge- und Holzindustrie. BDF und DFWR sehen die aktuelle Position des Bundeskartellamtes zur Holzvermarktung in Teilen kritisch.
Beide Verbände teilen die Auffassung, dass die Planung und Ausführung waldbaulicher Maßnahmen, die Markierung, Ernte und Bereitstellung des Rohholzes bis einschließlich seiner Registrierung nicht unter §1 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen fallen, weil es sich nach ihrer Meinung hierbei nicht um der Holzvermarktung zuzurechnende forstwirtschaftliche Maßnahmen handelt.
Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF: „Die Arbeit der Forstleute kann man nur schwer mit der Herstellung von Schrauben oder Autos vergleichen. Die Langfristigkeit der Produktionszeiträume und die Tatsache, dass Bäume nicht nur Produkt, sondern gleichzeitig auch Produktionsmittel sind, führt im Wald zu grundsätzlich anderen Maßstäben. Das muss das Bundeskartellamt in seiner wettbewerbsrechtlichen Bewertung der Holzvermarktung berücksichtigen.“
Georg Schirmbeck, Präsident des DFWR: „Ziel einer wettbewerbsrechtskonformen Holzvermarktung muss sein, dass die Wahlfreiheit für die Waldbesitzer bezüglich der Inanspruchnahme forstlicher Dienstleistungen und der Zugang zu diesen Dienstleistungen unabhängig von unterschiedlichen Besitzstrukturen und frei von Wettbewerbsverzerrungen gewährleistet werden.“
Beide Verbände waren sich einig, dass die Änderung des Bundeswaldgesetzes ein geeignetes Instrument ist, dieses Ziel sicherzustellen.
 

Zum Entwurf der Änderung des Bundeswaldgesetzes

 
BDF/DFWR

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