Ausbildung

Digitalisierung im Forstbereich

Bearbeitet von Martin Steinfath

Im Forschungsvorhaben „Waldwirtschaft 4.0“ wird seit Oktober 2018 untersucht, wie die Prozesse der Holzernte mit Hilfe von Soft- und Hardware effizienter, informativer und zuverlässiger organisiert werden können. Das Projekt steht kurz vor dem Abschluss. Die Ergebnisse wurden am 11. und 14. Juni durch das Projektteam der Hochschule für Forstwirtschaft (HFR) präsentiert und diskutiert.

Das Projekt „Waldwirtschaft 4.0“ wird im Rahmen der Digitalisierungsstrategie ‚digital@bw‘ des Landes Baden-Württemberg von der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR) im Auftrag des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) sowie in Kooperation mit ForstBW durchgeführt. Es ist ein Teilprojekt im „Cluster Forst und Holz“, in dem weitere Digitalisierungsprojekte der Landesforstverwaltung gebündelt sind, darunter auch die schon erfolgreich in Betrieb genommenen Projekte WildtierPortal BW und WaldExpert BW. „Waldwirtschaft 4.0“ hat ein Projektvolumen von rund 350.000 €.

Das Projekt „Waldwirtschaft 4.0“ umfasst Themen wie:

  • Anforderungen an digitale Hiebsplanungswerkzeuge
  • Einsparpotenziale einer digital verknüpften Holzerntekette
  • Vernetzung im Wald – Experimente für mehr Empfang
  • Forstliche Rettungskette ohne Lotsen
  • Gefahrenverringerung durch digital unterstützte Führung von Waldbesuchern

Anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse des Projektes sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am 11. Juni: „Mit dem Projekt Waldwirtschaft 4.0 wurden wichtige Grundlagen für die weitere Digitalisierung der Prozesskette vom stehenden Baum bis zum Holzpolter erarbeitet. Die steigende Bedeutung des nachwachsenden Rohstoffs Holz und die hohe Relevanz unserer Wälder für den Klimaschutz machen deutlich, dass mit einer nachhaltigen, effizienten und naturnahen Waldbewirtschaftung die Funktionen des Waldes für den Klimaschutz bestmöglich sichergestellt werden können. Die Digitalisierung ist dabei ein wichtiger Schlüsselfaktor“. Entscheidend sei nun, dass der Transfer der Ideen in die forstliche Praxis gelinge.

„Die Einbindung von Praxispartnern war für uns wesentlicher Bestandteil des Projektes und soll auch hier im Rahmen der Abschlussveranstaltung trotz pandemiebedingter Einschränkungen intensiv fortgeführt werden“, erläuterte Projektleiter Prof. Dr. Dirk Wolff, Fachbereich Waldarbeit und Forsttechnik der HFR.

„Für ForstBW, den größten Forstbetrieb in Baden-Württemberg, sind Innovationen ein elementarer Teil nachhaltigen Handelns. Waldwirtschaft 4.0 zeigt uns mögliche Optionen für eine weitergehende digitale Unterstützung unserer zukunftsgerichteten Waldbewirtschaftung“, ergänzt Felix Reining, Vorstand des Kooperationspartners der Anstalt öffentlichen Rechts Forst Baden-Württemberg (ForstBW) .

Weitere Informationen zum Projekt und zur Veranstaltung: www.waldwirtschaft-digital.de