Holztransport

Die neuen Unimog: stärkere Modelle und neue Federung

Bearbeitet von Heinrich Höllerl

Der Unimog ist Kult und feierte 2021 sogar sein 75. Geburtstag. Für das neue Maschinenjahr gibt es ein Update der Unimog-Geräteträger. Die bekommen neben kleinen Verbesserungen mehr Leistung, eine neue Federung und eine Komfortlenkung.

Die großen Unimogs U 435 und U 535 bekommen 40 kW mehr Leistung als ihre Vorgänger, die sich U 430 und U 530 nannten. Der 6-Zylindermotor von Daimler mit 7,7 l Hubraum leistet jetzt 260 kW und bietet ein Drehmoment von 1.380 Nm bei 1.800 U/min. Ein 24-22-Getriebe beschleunigt die Fahrzeuge auf 90 km/h Maximalgeschwindigkeit. Nebenbei will Daimler die Schaltabstimmung und Kupplungsregelung verbessert haben, was die Schaltunterbrechung deutlich verkürzen soll. Auf Wunsch gibt es für den Unimog das zusätzliche CVT-Getriebe EasyDrive. Der Fahrer wechselt in voller Fahrt zwischen den beiden Antriebsarten Hydrostat oder Schaltgetriebe und fährt so stufenlos bis zu 50 km/h oder im Achtgang-Schaltgetriebe bis 89 km/h.

Neuer Unimog U 327, aber Vorgänger U 323 bleibt erhalten

Unterhalb der schweren Reihe rangiert ein neues Modell: der U 327 ist mit 200 kW der Nachfolger des U 323 und bekommt im Vergleich zum Vorgänger einen Leistungszuschlag von 30 kW. Der U 323 verschwindet jedoch nicht, sondern steht weiterhin im Portfolio.

Unimog mit neuer hydropneumatischer Federung, tschüss Schraubenfedern

Die hydropneumatische Federung für die Hinterachse ist eine weitere Neuheit des Unimog Modelljahr 2021. Das Federungssystem basiert auf Gasspeichern und Hydraulikzylindern anstelle der sonst üblichen Schraubenfedern. Dieses System ermöglicht neben einem immer konstanten Fahrniveau bei unterschiedlichen Beladungszuständen oder Heckanbaugeräten ein stabileres Fahrverhalten und eine Hilfe beim Auf- und Absatteln von Aufbaugeräten.

Komfortlenkung für leichtes Steuern

Bei sehr langsam Fahrt ist für das Lenken mehr Kraft notwendig. Eine neue Komfortlenkung im Unimog soll die Lenkkräfte bei niedrigen Geschwindigkeiten und im Stand verringern. Das soll nach Angaben von Daimler besonders vorteilhaft bei Arbeiten mit schweren Frontanbaugeräten oder mit großvolumiger Bereifung der Fall sein. Das elektrohydraulische System arbeitet geschwindigkeitsabhängig und soll jeweils ein der Fahrsituation angepasstes Lenkgefühl erzeugen. Der Unimog ist nach Angaben von Daimler Trucks aber auch bestens geeignet für schwere Anhänger und ermöglicht eine Stützlast von bis zu 3 t. Dazu wird am Agrar-Unimog ein verstärkter Schlussquerträger verbaut. Bei voller Ladung erreicht der Unimog eine maximale Anhängergesamtmasse von 27 t. Voraussetzung ist die Zulassung als Zugmaschine.

Daimler Trucks/Red.