Holzernte

Die erste Cobra

Bearbeitet von Oliver Gabriel

André Wenzel ist der erste Forstunternehmer, der den Harvester Ponsse Cobra gekauft hat. Weil die Maschine nur mit einer Hydraulikpumpe arbeitet, hat sich Wahlers Forsttechnik ursprünglich keine großen Chancen für sie ausgerechnet. Das scheint sich aber gerade zu ändern.

Es ist schon fast drei Jahre her, dass Ponsse den Harvester Cobra vorgestellt hat. Damals schien die Maschine gar nicht so wichtig zu sein, denn zeitgleich stellte der finnische Hersteller den Rückezug Bison erstmals mit einem stufenlosen CVT-Getriebe und der Kranspitzensteuerung Active Crane vor. Die Cobra war dagegen „nur“ ein abgespeckter Ergo, den Ponsse eher für den Einsatz in Eucalyptus-Plantagen entwickelt hat. Der Achtrad-Harvester ist mit dem gleichen Sechszylinder-Motor wie der Ergo ausgestattet, er kommt ebenfalls auf 210 kW Motorleistung und entwickelt eine Zugkraft von 195 kN. Wie der Ergo ist die Cobra mit dem Parallelkran C44+ (bis 11 m Reichweite) oder dem Teleskopkran C5 (bis 10 m Reichweite) erhältlich.

Die Auswahl bei den Aggregaten beschränkt sich dagegen auf die Modelle H5, H6 und H7, während beim Ergo die Modelle H6, H7 und H8 zur Verfügung stehen. Der Unterschied zwischen den Maschinen liegt aber vor allem in der Pumpenausstattung. Hat der Ergo ein Zweipumpensystem mit einer 195-cm³-Pumpe für das Aggregat und einer 145-cm³-Pumpe für den Kran, kommt die Cobra mit einer 210-cm³-Pumpe aus. Wer bei seiner Arbeit größere Leistungsreserven braucht, zum Beispiel im schweren Laubholz oder wenn er die Bäume schon beim Vorziehen an die Rückegasse entastet und einschneidet, dem dürfte diese eine Pumpe nicht reichen. So die verbreitete Meinung.

Weltweit gesehen hat sich die Cobra trotzdem zu einem Bestseller entwickelt: Über hundert Maschinen hat Ponsse in den beiden letzten Jahren bereits ausgeliefert. Hierzulande könnte sie vor allem in den gleichförmigen Kiefernforsten Norddeutschlands eine Rolle spielen. Das haben auch die ersten Forstunternehmen in Deutschland erkannt. Die beiden Pioniere sind André Wenzel aus Ballenstedt im Harz und Mercer Holz aus Arneburg.

Den vollständigen Artikel finden Sie in der Forst & Technik 7/2021. Oder in der digitalen Ausgabe der Forst & Technik.

Oliver Gabriel