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Der knapp zwei Tonnen schwere und fünf Meter lange Mantis ist der größte geländegängige Roboter der Welt. Er lässt sich sowohl manuell vom Cockpit aus steuern als auch von außen per Fernbedienung und über Wi-Fi. Foto: Elmia

Die Elmia Wood 2013 ist eröffnet

Die Elmia Wood in Schweden gilt (mit der KWF-Tagung) als die größte Forstfachmesse der Welt. Sie wird alle vier Jahre im Wald aufgebaut. Heute hat sie ihre Pforten geöffnet. Bis zum 8. Juni kommen Forstleute aus aller Welt zum Messegelände in Bratteborg, 30 km südlich von Jönköping. Hier finden Sie alle technischen Neuheiten der großen Maschinenhersteller ebenso wie der kleinen Zuliefererbetriebe. Maschinen und Technik moderner Forstwirtschaft wird im passenden Umfeld gezeigt – im Wald.
Die Messe bietet so der Branche jede Menge Raum, um sich mit all ihren neuen Produkten und Problemlösungen zu präsentieren. Doch bei der Forstwirtschaft geht es nicht nur um Maschinen, Werkzeuge und Methoden. Berater und Experten zeigen, wie Forstbesitzer und Forstwirte ihre Effizienz und Rentabilität steigern können.
 
Elmia-Geschäftsbereichsleiter Torbjörn Johnsen: „Die Elmia Wood 2013 wird ein forsttechnischer Meilenstein für die Zukunft sein. Nie zuvor wurden auf einer Forstmesse so viele Innovationen und Ideen gezeigt. Die immer leichter zugängliche und preisgünstigere Computertechnik hat große Bedeutung für die Forstwirtschaft der Zukunft.“

Die Elmia Wood war schon immer ein Schaufenster für Neuheiten aus der Forsttechnikbranche gewesen, und viele Ideen und Innovationen erblickten auf der Messe das Licht der Welt und wurden dort erstmals gezeigt. Doch nie zuvor sei die Computertechnik unter den großen revolutionierenden Neuheiten so dominierend gewesen und hat eine so wichtige Rolle gespielt. Die Elmia Wood 2013 werde als das Jahr, in dem die Forstmaschinen der Zukunft vorgestellt wurden, in die Geschichte eingehen.

Zu den wichtigsten Neuerungen auf der Messe gehören
Kranspitzensteuerung

    Über computergesteuerte Kranarbeit reden Branche und Forstforschung seit 30 Jahren. Jetzt gibt es sie zum ersten Mal in Forwardern von John Deere. Mit Hilfe dieser Technologie können neue Fahrer schnell loslegen; gleichzeitig steigt die Produktivität, und auch die Arbeitsumgebung wird angenehmer.

    HUD (Ueberschrift-Up-Display)
    Die Technologie, die in Kampfflugzeugen eingesetzt wird, um dem Piloten wichtige Daten vor seinen Augen zu präsentieren, hält nun auch Einzug in den Wald. Optea AB stellt ein für Harvester angepasstes Konzept vor, bei dem die Informationen des Harvestercomputers direkt im Sichtfeld des Fahrers präsentiert werden, während er mit Kran und Aggregat arbeitet.
    Sprachsteuerung für Harvester
    Der Innovator Torbjörn Ericsson hat die besten Ideen aus der Flug- und Fahrzeugindustrie genommen und mit Hilfsmitteln für Funktionshindernisse gepaart. Als Ergebnis entstand der erste sprachgesteuerte Harvester, der T-Bear für Durchforstung und Abholzung. Anstelle der Joysticks müssen nur zwei Tasten bedient werden, und die Radnaben sind variabel, um Bodenschäden zu minimieren. Wenn man eine Taste gedrückt hält und zersägen sagt, gehorcht T-Bear aufs Wort.
    Drohnentechnologie
    Während sich die Abholzung in den letzten 50 Jahren deutlich weiterentwickelt hat, sind die Methoden zur Verjüngung und zur Aufforstung fast unverändert geblieben. Die letzte größere Innovation waren Pflanzrohre und Containerpflanzen vor gut 30 Jahren. Doch Innovator Hans Thunander stellt jetzt erstmals seine Vision vor, wie sich die Pflanzarbeit mit Hilfe von Luftaufnahmen, GPS und Robotertechnik weiterentwickeln und effektiver machen lässt.
    Der Mantis
    Die Hexapod Walking Machine, Kurzname Mantis, ist ein 2,8 Meter hoher und 5 Meter langer und 1.900 kg schwerer, aber flott marschierender sechsbeiniger Roboter. Der erste geländegängige Roboter der Welt kann sowohl vom Cockpit aus als auch von außen per Fernbedienung gesteuert werden und Konstrukteur Matt Denton hat für ihn eine Zukunft in der Forstarbeit im Visier.

    Das Gemeinsame all dieser Innovationen ist, dass sie alle dank der rasanten Entwicklung im Computerbereich möglich geworden sind. Das passt gut zum diesjährigen Thema der Elmia Wood: „Innovationen und neue Denkansätze, neue wirtschaftliche Lösungen in der Forstwirtschaft“. Eine Vielzahl spannender Premierenvorführungen wird zu erleben sein: sowohl Endprodukte als auch Ideenkonzepte, die Ausgangspunkt und Grundlage weiterer wichtiger Erfindungen für die effektivere und smartere Forstarbeit der Zukunft sein können. „Auch ein kleiner Akteur kann auf der Elmia Wood große Verbreitung für seine Neuerungen finden, denn die Messe fungiert auch als Katalysator. Durch Ideen und Innovationen knüpft man Kontakte, und dies wiederum trägt zu Stimulanz und Entwicklung bei. So werden Prozesse in Gang gesetzt“, erklärt Torbjörn Johnsen.

    Die Forstmessen von Elmia

    Elmia Wood 5. bis 8. Juni 2013

    SkogsElmia 4. bis 6. Juni 2015

    Elmia Wood 7. bis 10. Juni 2017

    Elmia
    Der knapp zwei Tonnen schwere und fünf Meter lange Mantis ist der größte geländegängige Roboter der Welt. Er lässt sich sowohl manuell vom Cockpit aus steuern als auch von außen per Fernbedienung und über Wi-Fi. Foto: Elmia Die weltgrößte internationale Forstmesse Elmia Wood in Schweden präsentiert sich in diesem Jahr größer als je zuvor. Vom 5. bis zum 8. Juni 2013 trifft sich die Branche in den Wäldern südlich von Jönköping Foto: Elmia Das schwedisch-norwegische Unternehmen Optea stellt seinen Forest Falcon den Besuchern der Elmia Wood vor. Ueberschrift-up-Displays (HUDs) mit allen wichtigen Informationen werden direkt in das Blickfeld des Fahrers projiziert

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