Holzverkauf und Holzpreise

DHWR fordert: „Klimagerechtes Bauen braucht eine Perspektive!“

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Nach der harten Kritik am abrupten Förderstopp für energieeffiziente Neubauten und Sanierung haben Ampel-Regierung und Förderbank KfW einen Kompromiss vorgelegt. Das in Aussicht gestellte Anschlussprogramm für eine Neuausrichtung auf den strengeren EH40-Standard müsse nun schnell kommen, mahnt der Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR), Erwin Taglieber, an.

„Wir begrüßen es grundsätzlich, dass die neue Regierung keine Zeit verstreichen lässt, um die Bauwende einzuleiten. Klimafreundliche Bauvorhaben sind einer der tragenden Pfeiler zum Erreichen der deutschen Klimaziele, wozu der Baustoff Holz einen entscheidenden Teil wird beitragen können.“

Schnell Klarheit schaffen

Nach dem Zick-Zack-Kurs der letzten Wochen müsse die Regierung jetzt rasch Klarheit schaffen und eine Übergangsregelung umsetzen, die Bauherren und ausführenden Unternehmen schnell Planungssicherheit bietet.

Die im Sinne des Klimaschutzes geplante Bevorzugung des strengeren KfW40-Standards lasse sich problemlos in der Holzbauweise umsetzen. Für die Neuausrichtung der Bauförderung komme es deshalb darauf an, alle relevanten Eckpunkte frühzeitig zu kommunizieren. Andernfalls drohe die nächste Antragsflut.

Forderungen des DHWR

Es sei klar, dass neue Maßstäbe für Fortschritt beim Klimaschutz dringend notwendig sind. Umso mehr hoffe man beim DHWR, dass die Bundesregierung ihre angekündigte stärkere Ausrichtung auf die Einsparung von Kohlendioxid zügig umzusetzen werde. Hierfür seien aus Sicht des Dachverbands der Holzindustrie folgende Schritte notwendig:

  • Neuausrichtung der Gebäudebewertung durch Berücksichtigung der grauen Energie
  • Festlegung der Ökobilanzierung von Gebäuden als Bewertungskriterium für gestaffelte KfW-Zuschüsse und Zinsniveaus, z.B. wie im Koalitionsvertrag angekündigt und vom DHWR gefordert nach Treibhausgas-Emissionen (THG-Emissionen) pro m2 Wohnfläche
  • Festlegung eines Investitionszuschusses für die Verwendung von CO2-speichernden Baustoffen.

Es dürfe keine Ausreden mehr geben, dass dieses oder jenes nicht umgesetzt werden könne. Sollten Daten für eine ganzheitliche Gebäudebewertung fehlen, so seien entsprechende Übergangsfristen zu definieren, um Industrie und Wirtschaft die Erarbeitung der Daten zu ermöglichen.

Quelle: DHWR