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DFWR-Präsident Georg Schirmbeck (rechts) dankte Kreisbrandmeister Jens Heinze für seinen Einsatz bei der Waldbrandbekämpfung.

DFWR würdigt Einsatz der Feuerwehr bei Waldbrandbekämpfung

Kurz nach dem Großbrand nahe Berlin dankte Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrats, den Bekämpfern des Waldbrands in der Region Treuenbrietzen für ihre Bemühungen zum Schutz der umliegenden Wälder.

Um die Brandbekämpfung effektiver zu gestalten, forderte Schirmbeck eine Förderung für Löschfahrzeuge in waldreichen Gemeinden. Die Waldbesitzer sollten bei der Schaffung und Instandhaltung eines durchgängigen Netzes von Löschbrunnen im Wald unterstützt werden, damit immer Wasser vor Ort verfügbar ist. Laut dem DFWR-Präsidenten hat es Vorbildfunktion, dass in dem besonders gefährdeten Bundesland Brandenburg solche Maßnahmen bereits jetzt zu 100 % vom Land gefördert werden. Interessierte private und kommunale Waldbesitzer könnten sich an die Bewilligungsbehörde des Landesbetriebes Forst Brandenburg wenden.

Nebst der Brandbekämpfung müsse auf Prävention gesetzt werden. Hier sind die Förster und Waldbesitzer aktiv und pflanzen bereits seit Jahrzehnten verstärkt Baumarten, die den Wald weniger anfällig für Waldbrände machen. „Wir setzen uns für Mischwald aus Laub- und Nadelbäumen ein, der bestmöglich an die zukünftigen Bedingungen angepasst ist. Die jetzt verbrannten Monokulturen wurden vor fast 100 Jahren angelegt.“

Heute muss sich die Forstwirtschaft gemeinschaftlich einer ganz anderen Problemlage stellen: „Förster, Waldbesitzer, Naturschützer und Rettungskräfte eint das Interesse an einem Wald, der zukünftigen Klimafolgen trotzt und gesamtgesellschaftlichen Ansprüchen genügt. Wir stellen heute die Weichen in Verantwortung für den Wald in 100 bis 200 Jahren“, betonte Schirmbeck. „Deshalb fordert der DFWR Förderprogramme, die einerseits die Forschung bei forstlichem Saat- und Vermehrungsgut und die Forstbaumschulen stärken und anderseits den Waldumbau mit klimatoleranten Laub- und Nadelbaumarten voranbringen.

Im Schadensfall nach Sturm, Insektenbefall, Trockenheit oder Feuer, braucht der Waldbesitz kurz- und langfristige Hilfeleistungen durch den Bund und die Länder. Steuerliche Erleichterungen, Bildung von Rücklagen oder unbürokratische Direktzahlungen können eine Lösung sein. Denn durch fehlende Holzverkaufserlöse können viele Waldbesitzer ihren Wald nicht zukunftsweisend umbauen. Besonders betroffen sind kleine Waldbesitzer, die ohnehin kaum Gewinn aus dem Wald ziehen können und oft selbst ohne Waldschäden schon draufzahlen, um den Wald aus ideellen Gründen zu bewahren. „Wir müssen diese Menschen ermutigen und fördern, damit sie ihren Wald nicht aufgeben! Dies dient der gesamten Gesellschaft, da ein stabiler Wald mitsamt einer verantwortungsvollen, nachhaltigen Holznutzung Klima-, Wasser- und Erosionsschutz sowie Erholungsfunktionen bereitstellt“, so Schirmbecks Fazit.

DFWR
Georg Schirmbeck betrachtet den besonders betroffenen Bestand. Die Feuerwehrleute brachten Löschschaum aus.

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