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Der 1950 gegründete Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) ist die politische Stimme der Forstwirtschaft in Deutschland

DFWR: Waldfläche nimmt hierzulande weiter zu

„Deutschland tickt anders“ mit diesen Worten kommentiert Georg Schirmbeck, MdB, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates die WWF-Pressemitteilung zur Enthüllung des Waldverlust-Tickers im Berliner Hauptbahnhof am 2. Februar 2011. Bis zum Ende des Jahres zählt die große Digitaluhr die weltweit schwindende Waldfläche. „Natürlich ist es richtig, mit solchen Aktionen auf die Regenwaldvernichtung in der dritten Welt hinzuweisen,“ so Schirmbeck weiter, „aber in diesem Zusammenhang sollte endlich auch einmal deutlich erwähnt werden, dass die Verhältnisse in Deutschland ganz andere sind.“
Die Waldfläche hierzulande ist in den letzten vier Jahrzehnten um eine Million Hektar auf heute 11,1 Millionen Hektar angewachsen, das sind über 31 % der Fläche Deutschlands. Umweltverbände und Forstwirtschaft sind sich einig, dass dem nachwachsenden Rohstoff Holz angesichts der Endlichkeit der fossilen Ressourcen eine herausragende Bedeutung zukommt. Voraussetzung ist aber, dass dieses Holz aus Wäldern mit einer naturnahen und nachhaltigen Bewirtschaftung stammt, wie sie in Deutschland seit vielen Generationen von Waldbesitzern und Forstleuten vorbildlich betrieben wird.
Zertifizierungssysteme wie PEFC und FSC garantieren diese hohen Umweltstandards und geben dem Verbraucher Sicherheit. Nach Einschätzung von Experten wird die weltweite Nachfrage nach Holz – trotz aller Sparbemühungen – weiter zunehmen. Damit steigt die Gefahr illegaler Holznutzung bspw. in den bisher noch unberührten Urwäldern der Südhalbkugel. „Wer vor diesem Hintergrund Nutzungseinschränkungen und großflächige Flächenstilllegungen für die seit langem vorbildlich bewirtschafteten Wälder hier in Deutschland fordert, trägt nicht dazu bei, dass der Waldticker im Berliner Hauptbahnhof etwas langsamer laufen wird. Im Gegenteil!“ so Schirmbeck abschließend.
DFWR

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