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DFWR-Jahrestagung 2011 in Erfurt

DFWR-Jahrestagung 2011 in Erfurt

DFWR-Präsident Georg Schirmbeck erteilte anlässlich der 61. Jahrestagung des Deutschen Forstwirtschaftsrates in Erfurt am 20. und 21. Juni den aktuellen Forderungen der Umweltverbände nach großflächigen und pauschalen Waldflächenstilllegungen eine klare Absage. „Wenn es gute fachliche Gründe gibt, weitere Flächen aus der Bewirtschaftung zu nehmen, dann wird sich die Forstwirtschaft konstruktiv und mit ihrem breiten fachlichen Wissen an dem politischen Entscheidungsprozess beteiligen.“, so Georg Schirmbeck. „Wir müssen dann allerdings auch die betriebs- und volkswirtschaftliche Kostenfrage klären.“ Dies kann aber nur mit Augenmaß, unter Wahrung der Multifunktionalität unserer Wälder und – nicht zuletzt – im Einvernehmen mit den Menschen vor Ort geschehen.
Zu Beginn seiner Rede ging Schirmbeck auf das Veranstaltungsmotto ein. Die Menschen in Deutschland achten zunehmend darauf, wie Wirtschaft, Politik und Verwaltungen mit der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung und nachhaltigem Handeln umgehen. „Die deutsche Forstwirtschaft hat in diesem generationsübergreifenden Denken und Handeln eine lange Tradition“, führte Schirmbeck in seiner Rede weiter aus und verweist auf den vom Bundesumweltministerium vorgelegten und vom Bundeskabinett am 17. November 2010 beschlossenen Indikatorenbericht zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt.
Dieser bescheinigt der heutigen Waldbewirtschaftung, dass sie die biologische Vielfalt nicht nur erhält, sondern auch fördert und verbessert. Schirmbeck forderte in diesem Zusammenhang eine verstärkte, wirksamere und vor allem konzentrierte Öffentlichkeitsarbeit des Clusters Forst und Holz über Wald, naturnahe Waldbewirtschaftung und den nachwachsenden Rohstoff Holz, damit solche positiven Nachrichten auch in die nichtforstlichen Medien getragen werden und somit eine breite Öffentlichkeit erreichen. Tue Gutes und rede darüber, und zwar laut und vernehmlich, müsse die Devise heißen. „Das kostet,“ unterstrich Schirmbeck, „aber es ist sinnvoll investiertes Geld!“
DFWR

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