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DFUV zum Mindestlohn

Der geschäftsführende Vorstand (Sylvia Settekorn, Herbert Körner, Dr. Michael Sachse) des Deutschen Forstunternehmer-Verbandes (DFUV) hält es für angebracht, sich zum bundesweit gültigen Mindestlohn-Tarifvertrag zu äußern, den die Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt (IG BAU) und der Gesamtverband der Deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände (GLFA) abgeschlossen haben.Der Mitteilung, dass dieser Tarifvertrag explizit auch für forstwirtschaftliche Dienstleistungsunternehmen Gültigkeit besitzt, wird ausdrücklich widersprochen. Weder der GLFA noch die IG BAU besitzen ein Mandat oder eine ähnliche Legitimation, um für die forstwirtschaftlichen Dienstleistungsunternehmen und/oder deren Angestellte zu verhandeln. Dies obliegt allein dem DFUV und den Landesverbänden der Forstunternehmen.Erkennbares Ziel war es ganz offensichtlich, den gesetzlichen Mindestlohn zumindest für den Übergangszeitraum zu unterlaufen. Damit wird einer gesellschaftlichen Teilung weiter Vorschub geleistet, an der sich zumindest die forstwirtschaftlichen Dienstleister nicht beteiligen werden. Qualitativ hochwertige Arbeit im deutschen Wald erfordert umsichtige und gut ausgebildete Akteure.Selbstverständlich muss deren Entlohnung sowohl dem jeweiligen regionalen Niveau, als auch dem gesellschaftlichen Konsens, und dies stellt der gesetzliche Mindestlohn ab 1. 1. 2015 dar, entsprechen. Besonders perfide scheint dem Unternehmerverband zu sein, dass die IG BAU sich jetzt zum Handlanger eines Mindestlohnes von 7,20 €/ Std. (Ost) und 7,40 €/ Std. (West) ab 1. 1. 2015 macht, während der von ihr angestrebte Branchenmindestlohn im Jahr 2011 für die Forstunternehmen, die sie jetzt vorgeblich vertreten will, noch über 11 €/ Std. lag.Die deutschen Forstunternehmer bekennen sich zum gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 €/ Std. ab 1. 1. 2015 und werden dies u. a. durch die Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft über die Wald- und Forstunternehmerzertifikate in Deutschland umsetzen.

DFUV

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