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Dieselpreisniveau belastet Forstunternehmer

„Der Dieselpreis hat jetzt mit bis zu 1,40 €/ltr. ein Niveau erreicht, bei dem es den deutschen Forstunternehmern nicht mehr möglich ist die Kosten alleine zu tragen. Es ist an der Zeit die zusätzlichen Kosten bei den Auftraggebern einzufordern“, so Hans-Jürgen Narjes, Vorsitzender des Deutschen Forstunternehmerverbandes e.V. (DFUV). 
Der Kostenanteil für Diesel-Kraftstoff und Öle beträgt bei Vollerntern bzw. Trag- und Knickschleppern in den gängigen Maschinenkalkulationen zwischen 10 % und  14 %. Bei Preisen über 1,20 €/l (Tankstellenpreis) für Dieselkraftstoff ist nicht mehr kostendeckend zu kalkulieren. Daher fordert der DFUV für die mechanisierten Forstbetriebsarbeiten und für die Holztransporte einen Preisaufschlag von 2 % zum ursprünglichen Angebotspreis.
 
Den Landesverbänden wird empfohlen, die öffentlichen und privaten Auftraggeber direkt anzusprechen, um Verständnis zu bitten, dass ein entsprechender Aufschlag auf die ursprünglich vereinbarten Preise berechnet wird. Die Forstunternehmer  sollten mit Verweis auf die neue Situation auf dem Kraftstoffmarkt, diese Kostenstelle auf den Rechnungen gesondert ausweisen.

Hans-Jürgen Narjes sieht darin aber auch ein Aufgabenfeld für die Politik: „Die Bundesregierung ist an der Misere nicht ganz unschuldig. Anscheinend ist man nicht willens oder nicht in der Lage eine europäische Harmonisierung der Dieselpreise herbeizuführen, um Wettbewerbsverzerrungen abzubauen. Außerdem gibt es bei forstlichen Dienstleistungen keine Vergütung auf die Kfz-Steuer, wie in der Landwirtschaft üblich, so dass die Treibstoffpreise voll in die Kalkulation einzurechnen sind.“
 

DFUV

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