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Körner und Dr. Sachse kandidieren für DFUV-Vorstand

Körner und Dr. Sachse kandidieren für DFUV-Vorstand

Herbert Körner und Dr. Michael Sachse wollen den Deutschen Forstunternehmer-Verband (DFUV) weiter als Doppelspitze führen. Drei Wochen vor den Vorstandswahlen auf der Bundesdelegiertenversammung des DFUV stellten sie den Mitgliedern ihr Programm und ihre Personalvorstellungen vor.

Als vor einem Jahr der Gründer und langjährige Vorsitzende den DFUV, Hans-Jürgen Narjes, starb, übernahmen seine beiden Stellvertreter Dr. Michael Sachse und Herbert Körner gemeinsam die Leitung des Verbandes – vorerst bis zu den turnusgemäßen Vorstandswahlen im Frühjahr 2012. Das war keine leichte Aufgabe, denn Narjes hatte die Politik des DFUV stark geprägt. Die beiden ließen daher bisher offen, ob sie bei den Vorstandswahlen am 15. Juni wieder antreten werden. Klar war ihnen dabei aber rasch: wenn sie kandidieren, dann nur wieder gemeinsam als Doppelspitze.

Diese Entscheidung haben Körner und Dr. Sachse nun getroffen: Am 25. Mai informierten sie die Mitglieder des DFUV, dass sie bei den Vorstandswahlen antreten werden – und zwar wie angekündigt als Doppelspitze. In der Mitgliederinformation stellen sie zugleich ihr Team vor. Sylvia Settekorn soll Stellvertreterin der beiden Vorsitzenden werden, Dr. Edgar Kastenholz soll Aufgaben als verbandspolitischer Berater und Projektmanager übernehmen und als Verwaltungsangestellte in der Geschäftsführung sehen Dr. Sachse und Körner Silvia Denk vor. Sylvia Settekorn ist Forstunternehmerin und Vorsitzende des Forstunternehmerverbandes Brandenburg, Dr. Kastenholz ist Generalsekretär des  Europäischen Netzwerkes der Forstunternehmer (ENFE) und Sylvia Denk ist Angestellte in Dr. Sachses Forstunternehmen Forestris AG.

Das Wahlprogramm
Auch ein Wahlprogramm stellen Körner und Dr. Sachse in der Mitgliederinformation vom 25. Mai vor. Wir geben es hier im Wortlaut wieder:
 
a) Positive Integration aller Landesverbände im DFUV. Die in der Vergangenheit und teil‐
weise Gegenwart bestehenden negativen Disharmonien behindern eine erfolgreiche Verbandsarbeit und verschleißen personelle Kapazitäten. Für fachliche Inhaltsbestim‐
mungen muss der Verband umgehend zu einer positiven Streitkultur zurückfinden. Eine
transparente Informationsstruktur besitzt Priorität.
 
b) Integration und Ausgestaltung des erweiterten Mitgliederbereiches insbesondere von
Unternehmen der Forsttechnik und deren Zulieferer sowie Dienstleistern für die Forst‐
wirtschaft im Deutschen Forstunternehmer Verband. Hier sind die wichtigen Akzente
aus dem Beginn des Projektes 2012 konsequent fortzusetzen.
 
c) Errichtung einer mit einem hauptamtlichen Geschäftsführer besetzten Geschäftsstelle
im Berliner Hauptstadtbüro der Forst‐ und Holzwirtschaftsverbände innerhalb der Le‐
gislaturperiode. In Abhängigkeit der Haushaltslage besitzt diese Aufgabe Priorität.
 
d) Aufbau einer neuen, nahezu revolutionären Kalkulationsschemas für die Auftragsbezo‐
gene Kostenkalkulation der forstlichen Dienstleistungen. Forstdienstleister sind als
selbständige Unternehmer ebenso verantwortlich für ihr Handeln wie auch ihr Planen.
Externe Organisationen können dazu bestenfalls Meinungen äußern.
 
e) Ergänzung und Vereinheitlichung des Vergaberechtes für forstwirtschaftliche Dienst‐
leistungen. Im Bereich des öffentlichen Vergaberechtes ist der besonderen Situation
der Forstwirtschaft gesondert Rechnung zu tragen.
 
f) Überarbeitung der Ausbildungsverordnung für Forstwirte. Einbringung der Unterneh‐
merischen Erfordernisse in Bezug auf Kenntnisse und Fähigkeiten in die Ausbildung
forstwirtschaftlichen Fachpersonals.
 
g) Mithilfe bei der Professionalisierung der Führung der Landesverbände.
 
h) Pflege der engen Zusammenarbeit mit sowohl den Verbänden der Säge‐ und Holzin‐
dustrie als auch den Spitzenverbänden der Forstwirtschaft.
 
 

Oliver Gabriel

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