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Deutschlands erster Kur- und Heilwald auf Usedom

Einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 336.000 € übergab Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern, am 14.3.2016 auf Usedom der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf (Landkreis Vorpommern-Greifswald) für die Gestaltung des ersten Kur- und Heilwaldes in Deutschland.

„Mit Stolz kann ich sagen, dass die Insel Usedom heute mit einem weiteren Superlativ bundesweit von sich reden machen wird: Nicht nur, dass der Küstenwald Usedom mit 5.000 ha zum ‚Waldgebiet des Jahres 2016‘ gekürt wurde; mit der offiziellen Übergabe des Zuwendungsbescheides startet die Gemeinde Heringsdorf nun in die Umsetzung des ersten Kur- und Heilwaldes Deutschlands. In enger Zusammenarbeit mit dem Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern werden hier künftig waldtherapeutische Angebote gemacht, die kranken oder gestressten Menschen wieder zu mehr Kraft und Vitalität verhelfen sollen. Besonders freue ich mich, dass die Gemeinde und das zuständige Forstamt auch forstliche und jagdliche Ansätze in das Konzept aufgenommen haben, die den Wald nicht als eine künstliche Parkanlage, sondern als Nutz- und Schutzraum gleichermaßen begreifen. Mit dem Vorhaben sichert sich sowohl die Gemeinde als auch das Land ein Alleinstellungsmerkmal im Gesundheitstourismus und macht seinem Status als ‚Land zum Leben‘ alle Ehre“, betonte Dr. Backhaus.
Marcus Strömich, der in Vertretung für Bürgermeister Lars Petersen den Bescheid entgegennahm, sagte: „Mecklenburg-Vorpommern steht für ‚Natur pur‘ und ist daher nicht umsonst mit 29,5 Millionen Übernachtungen im Rekordjahr 2015 das beliebteste Urlaubsziel der Deutschen. Ich bin davon überzeugt, dass der heute offiziell beginnende Ausbau des Heringsdorfer Waldes als Kur- und Heilstätte diese Entwicklung weiter voranbringen wird. Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern und dem Forstamt Neu Pudagla zwei engagierte Träger für die Umsetzung dieser Idee gefunden haben, die uns in der Gemeinde bereits seit 2012 nicht mehr loslässt.“
„Die rechtliche Grundlage“, so Dr. Backhaus „wurde bereits 2011 mit der auf Initiative meines Ressorts vorgenommenen Novellierung des Waldgesetzes gelegt. Ziel war und ist es nach wie vor, den Wald noch stärker als einen Raum mit gesundheitsfördernder Wirkung zu etablieren. Gerne habe ich daher bereits im Jahr 2013 die Planungsleistung mit 12.500 € aus dem Europäischen Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes gefördert. In enger fachlicher Kooperation mit Reha-Kliniken, Badeärzten und Naturheilkundlern konnte die einstige Idee dadurch in ein handfestes, modulares Konzept überführt werden. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten ausdrücklich für ihren Mut, ihren Sachverstand und ihre Leidenschaft für die Sache.“
Insgesamt sind nun Gestaltungsarbeiten im Umfang von fast 500.000 € auf 266 ha Wald geplant. „Das ist gut angelegtes Geld für eine Gemeinde, in der große gesundheitswirtschaftliche Unternehmen ansässig sind, die nun ihre Angebote erweitern und die Wirtschaftskraft und das Image der Region weiter stärken können“, betonte der Umweltminister.
Die Insel Usedom zählt mit einem Waldanteil von 34 % zu den waldreichen Gebieten von Mecklenburg-Vorpommern.
LU Mecklenburg-Vorpommern

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