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Deutschland: Preise für Rohholz stark gestiegen

Die Erzeugerpreise für Rohholz aus den Staatsforsten waren im März 2011 um 21,7 % höher als im entsprechenden Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zur LIGNA Hannover 2011 (30. Mai bis 3. Juni 2011) mitteilt, setzt sich damit der seit Februar 2010 zu beobachtende Preisanstieg weiter fort.

Die Preise für Stammholz und Stammholzabschnitte nahmen im März 2011 gegenüber März 2010 um 19,8 % zu. Dies ist vor allem auf hohe Preissteigerungen bei Fichte (+ 20,4 %) und Kiefer (+ 26,2 %) zurückzuführen.

Noch stärker als bei Stammholz und Stammholzabschnitten verteuerten sich im März 2011 im Vergleich zum Vorjahr die Preise für Industrieholz (+ 27,3 %). Hier sticht der Preisanstieg bei Kiefer heraus (+ 33,8 %).

In diesen starken Preiserhöhungen bei Rohholz kommt die deutlich verbesserte Konjunktur zum Ausdruck. Sie hat auch die Wirtschaftsbereiche erfasst, die wichtige Abnehmer von aus Rohholz erstellten Halbwaren und Vorerzeugnissen sind, zum Beispiel die Möbelherstellung, die Herstellung von Papier, Karton und Pappe sowie das Baugewerbe.

Industrieholz wird seit einiger Zeit verstärkt auch für die Energiegewinnung eingesetzt. Die dadurch ausgelöste zusätzliche Nachfrage sorgt für ein – im Vergleich zu Stammholz und Stammholzabschnitten – relativ hohes Preisniveau. Der Preisindex für Holzprodukte zur Energieerzeugung nahm im März 2011 um 19,9 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat zu. 

Statistisches Bundesamt (Destatis)

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