ABO

Positive Geschäftsentwicklung bei Spanplattenherstellern

Die allgemeine Geschäftslage der Spanplatten erzeugenden Industrie hat sich dem Ergebnis des Ifo-Konjunkturtests zufolge im Juni 2010 nach Angaben von gut vier Zehnteln der Meldebetriebe verbessert. Alle übrigen berichteten von befriedigenden bzw. saisonüblichen Geschäften. Die Mehrheit geht auf Sicht der kommenden sechs Monate von einer etwa gleichen Geschäftsentwicklung aus, jeweils etwa zwei Zehntel erwarten ein günstigeres bzw. ungünstigeres Geschäft.
Bei einer etwas beschleunigten Produktion wurde im Juni von einem Drittel der an der Umfrage beteiligten Spanplattenwerke von zu kleinen Lagerbeständen berichtet. Auch das Einkaufsinteresse an Holzspanplatten hat sich bei der Hälfte erhöht. Etwa ein Zehntel der Werke berichtete für den Befragungszeitraum von höheren Auftragsbeständen. Ebenfalls ein Zehntel bezeichnet den Auftragsbestand als relativ groß, während der Rest eine ausreichende Ordertätigkeit meldet. Der weit überwiegende Teil der Betriebe plant für die nächsten drei Monate ein gleich bleibendes, zwei Zehntel ein vermindertes Produktionstempo. 
Die inländischen Verkaufspreise sind bei vier Zehnteln der Testteilnehmer gestiegen, bei allen übrigen blieben sie gleich. Der Erzeugerpreisindex von rohen oder geschliffenen Holzspanplatten legte im Mai nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 1,7 % zu. Mit einem Stand von 108,0 Punkten (2005 = 100) wurde der entsprechende Vorjahreswert um 0,8 % überschritten. Nach mehrheitlicher Einschätzung (drei Viertel) werden sich die Preise in den kommenden drei Monaten nicht ändern, wohingegen ein Viertel von weiter anziehenden Preisen ausgeht.
Neues Holz Journal

Auch interessant

von