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Deutschland: Nadelholzsäger unverändert optimistisch

Die Geschäftslage wurde auch Ende April 2017 von den deutschen Nadelholzsägern im Vergleich zum Vormonat etwas besser beurteilt. Derzeit berichtet lediglich ein Bruchteil von schlechten, etwas mehr als ein Drittel dagegen von guten Geschäften. Sechs Zehntel – und damit der größte Anteil – ist mit der gegenwärtigen Lage zufrieden bzw. bezeichnet sie als saisonüblich. In der näheren Zukunft dürfte sich die Lage aller Voraussicht nach nochmals deutlich bessern. So rechnet die Hälfte der Befragten mit einer weiteren Besserung, nahezu alle anderen gehen von Stabilität aus.
Die Nachfrage hat sich im Vormonatsvergleich nochmals kräftig belebt: Die Hälfte verzeichnete ein höheres, der Rest ein unverändertes Einkaufsinteresse. Das Produktionstempo hat sich laut Umfrageergebnis branchenweit kräftig beschleunigt. Die Auftragsbestände haben sich bei zwei Dritteln erhöht und blieben bei allen anderen konstant. Dennoch bezeichnete sie ein Drittel als zu klein, fast drei Zehntel dagegen als verhältnismäßig groß. Knapp vier Zehntel beabsichtigen, in den kommenden drei Monaten die Fertigungsgeschwindigkeit zu erhöhen, alle anderen planen dagegen, das Produktionstempo zumindest beizubehalten.
Laut Zusatzerhebung des ifo-Instituts beträgt die durch Auftragsbestände gesicherte Produktionsdauer derzeit 2,0 Monate. Die Kapazitätsauslastung liegt bei 82,4 % der betriebsüblichen Vollauslastung. Die technische Kapazität ist unter Berücksichtigung des gegenwärtigen und des erwarteten Auftragseingangs bei 21 % der befragten Unternehmen mehr als ausreichend, und bei allen anderen ausreichend. Über zu wenige Aufträge klagten 13 % der befragten Unternehmen, über Arbeitskräftemangel 11 % und über ein zu geringes Rohstoffangebot 12 %.
Fast die Hälfte der Betriebe konnte die inländischen Verkaufspreise für Nadelschnittholz anheben, zwei Zehntel hielten sie zumindest stabil. Der Erzeugerpreisindex von rauem Fichten-/Tannenschnittholz stieg im März 2017 mit 114,6 Punkten (2010 = 100) um 0,3 % über Vormonat. Binnen Jahresfrist errechnet sich ein Plus von 1,7 %. Nadelhobelware verbilligte sich im Vormonatsvergleich mit 111,2 Zählern um 0,3 %. Im Vergleich zum Vorjahr war ein spürbares Plus von 1,1 % zu verzeichnen. Für die kommenden drei Monate rechnen sechs Zehntel der Befragten mit steigenden Preisen, fast alle anderen gehen von Preisstabilität aus. Das Exportgeschäft dürfte sich in den kommenden Monaten kräftig verbessern.
HMI, Quelle: ifo

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