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Deutschland: Industrieholzpreise 2015 im Vergleich

Nach den Rekorden Mitte bis Ende 2011 sind die Preise für Industrieholz bis zur Jahresmitte 2013 deutlich gefallen. Zwar kam es zwischenzeitlich immer wieder zu kleinen Aufwärtsbewegungen, insgesamt zeigte sich aber in diesem Zeitraum ein rückläufiger Trend. Bereits ab Herbst 2013 meldeten viele Teilnehmer des HMI-Meldenetzes, dass die Nachfrage nach Industrieholz deutlich zugenommen habe.
Diese Einschätzung hat sich in der Folge auch in den Industrieholzpreisen bestätigt: Der Abwärtstrend schlug um in einen Aufwärtstrend, der bei Nadelholz etwa bis zum Sommer 2014 anhielt, bei Laubholz auch bis zum Jahresende. Eine gedachte Ausgleichsgerade für das Jahr 2015 zeigt bei Fichtenindustrieholz etwa Preiskonstanz, bei Kiefer jedoch einen deutlich rückläufigen Trend. Auch bei Laubindustrieholz ist ein rückläufiger Trend erkennbar.
So zog der Index für Nadelindustrieholz (2010=100) zwischen Jahresbeginn und dem Spätsommer 2014 um 8 % für Fichte und 6 % für Kiefer an. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat zog Fichte im Dezember 2015 um 2,9 % auf einen Stand von 118,0 Punkten an, während sich Kiefer im gleichen Zeitraum um 7,4 % auf 197,3 Zähler verbilligte.
Der zwischen Frühjahr 2013 und Ende 2014 andauernde aufwärtsgerichtete Trend hat sich bei Laubindustrieholz im Folgejahr in eine Abwärtsbewegung verkehrt. Im Vorjahresvergleich errechnet sich im Dezember 2015 für Buchenindustrieholz mit einem Stand von 116,9 ein Preisrückgang um 1,2 %. Bei Eiche ist ein Minus von 4,2 % zu beobachten.
HMI/Quelle: Statistisches Bundesamt

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