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Deutschland: Importpreise von Nadelschnittholz auf Allzeithoch

Importiertes Nadelschnittholz hat sich zwischen dem Herbst 2014 und Ende 2015 sukzessive leicht verbilligt. Anschließend gab es jedoch eine Gegenbewegung, die bis zum Frühjahr 2017 anhielt und im Anschluss in eine Seitwärtsbewegung mit leichter aufstrebender Tendenz überging. Im Verlauf dieses Jahres kletterte der Index von Monat zu Monat auf ein neues Allzeithoch und erreichte im September 2018 einen Rekord von 109 Zählern (2015 = 100). Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat errechnet sich zuletzt ein Plus von 4,0 %.

Die Indizes der Einfuhrpreise von importiertem Laubschnittholz sind nach dem Zwischentief Mitte 2013 bis zum Dezember 2016 sehr kräftig auf ein neues Allzeithoch von 116,2 Punkten gestiegen. Nach der Kulmination sackte der Index bis zum September 2018 wieder kräftig ab. Im Vergleich zum August 2018 verbilligte sich importierte Ware um 1,1 % und lag mit einem Stand von 111,1 Zählern noch immer um 8,0 % über dem Wert des entsprechenden Vorjahresmonats.

Nach dem Zwischenhoch Ende 2011 hielt der Abwärtstrend bei Spanplatten bis Herbst 2014 an und ging anschließend in eine Seitwärtsbewegung über. Seit dem Frühjahr 2017 zogen die Preise wieder spürbar an und erreichten im Sommer 2018 mit 109,1 ebenfalls ein Allzeithoch. In den Folgemonaten tendierten Spanplatten preislich nur geringfügig niedriger. Binnen Jahresfrist errechnet sich im September ein Anstieg um 5,8 %.

Bei Papier und Pappe hielt der Mitte 2015 eingeleitete Aufwärtstrend bis zum Jahresbeginn 2016 an, anschließend ging es bis Ende 2016 leicht bergab. Seit Anfang 2017 ist ein kontinuierliches und mittlerweile sogar kräftiges Plus zu beobachten. Holzstoff und Zellstoff war in den ersten Monaten 2016 regelrecht eingebrochen. Im späten Frühjahr war der Sturzflug der Preise plötzlich gestoppt, seit Herbst 2016 ist eine regelrechte Preisrallye zu beobachten. Auch momentan spricht alles dafür, dass für die kommenden Monate mit einer weiteren Aufwärtsbewegung zu rechnen ist.

HMI/Quelle: Statistisches Bundesamt

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