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Preise für Holzimporte nach Deutschland

Die Preise für nach Deutschland importiertes Nadelschnittholz sind gestiegen. Die Laubschnittholzpreise gaben hingegen deutlich nach.

Die Preise für nach Deutschland importiertes Nadelschnittholz sind im Verlauf dieses Jahres erneut leicht gestiegen. Seit Jahresbeginn errechnet sich ein Anstieg um rund 1 %. Nach dem Zwischenhoch Mitte 2010 hat sich Nadelschnittholz aus dem Ausland sukzessive mit kleinen Schwankungen bis Anfang 2013 leicht verbilligt. Zum Jahresende 2014 erreichte importiertes Nadelschnittholz mit einem Stand von 104,7 (2010 = 100) den höchsten Stand seit sieben Jahren. Im Folgejahr kam es wieder zu einem leichten Rückgang und in den Jahren 2016 und 2017 zu einem Anstieg, der zuletzt knapp unter dem Sieben-Jahres-Hoch lag.

Bei Laubschnittholz gaben die Preise von Anfang 2012 bis Ende 2013 zunächst spürbarer nach. Bis zum Ende des Jahres 2014 war ein kräftiger Anstieg zu beobachten, der in der Folgezeit etwas abflachte. In der zweiten Hälfte 2016 stieg der Index bis zum Jahresende mit 132 Zählern auf ein neues Allzeithoch. Im Anschluss daran hat sich Laubschnittholz wieder deutlich verbilligt.

Importierte Holzprodukte

Spanplatten haben sich seit dem Hoch im Sommer 2012 – wenn auch nur gering – stetig verbilligt. Zwischen 2015 und Ende 2016 blieben die Preise etwa stabil, konnten aber in 2017 wieder spürbar auf 114,3 Punkte zulegen.

Bei den Einfuhrpreisen von Papier und Pappe waren in den vergangenen Jahren keine größeren Sprünge zu verzeichnen. Seit dem Hoch zur Mitte des Jahres 2011 sind die Preise bis Mitte 2015 fast stetig gefallen. In den folgenden eineinhalb Jahren blieben die Preise etwa konstant, zogen aber 2017 deutlich an. Im Vergleich zum Vorjahr errechnete sich im Dezember 2017 ein deutliches Plus von 3,1 % auf 105,4 Indexpunkte.

Bei Holzstoff und Zellstoff sind die Schwankungsamplituden bis Mitte 2014 immer kleiner ausgefallen. Auffällig ist ein regelmäßiger Anstieg der Preise zum Sommer und umgekehrt – bis auf 2014 – ein regelmäßiger Rückgang der Preise zum Winter. Ab dem Frühjahr 2014 war ein rasanter Preisanstieg zu beobachten, der bis ins Frühjahr 2015 anhielt. Im weiteren Jahresverlauf gaben Holzstoff und Zellstoff wieder leicht nach, brachen im Frühjahr 2016 ein und sind seitdem wieder rasant auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Zum Jahresende 2017 war ein Stand von 119,4 Zählern erreicht.

HMI/Quelle: Statistisches Bundesamt

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