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Deutschland: Im- und Export von Buchenholz

Der leichte Abwärtstrend der deutschen Ausfuhren von Buchenschnittholz um 1 % im Jahr 2019 verschärft sich deutlich. Auch die deutschen Exporte von Buchenrundholz sind im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum deutlich gefallen.

Der leichte Abwärtstrend der deutschen Ausfuhren von Buchenschnittholz um 1 % im Jahr 2019 verschärft sich in den ersten sechs Monaten 2020 zu einem starken Rückgang um fast 40 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum auf knapp 225.000 m³.

Export von Buchenschnittholz

Verantwortlich dafür sind vor allem die um fast 40 % gesunkenen Exportmengen nach China, das mit einem stabilen Marktanteil von knapp einem Drittel trotzdem der Hauptabnehmer bleibt. Entgegen der Entwicklung im ersten Quartal nahm nun auch der zweitgrößte Abnehmer, die USA, fast 30 % weniger ab als im ersten Halbjahr 2019. Auch die Lieferungen an weitere größere Abnehmer wie Mexiko (-16 %), Polen (-36 %), Vietnam (56 %), Frankreich (-50 %) und Indien (-61 %) gingen stark zurück.

Der Durchschnittspreis für Buchenschnittholz bei Grenzübergang konnte von 400 €/m³ auf 407 €/m³ angehoben werden.

Import von Buchenschnittholz

Die Einfuhr von Buchenschnittholz ist im Betrachtungszeitraum erneut stark gesunken. Sie beträgt gut 8.600 m³ und damit 45 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Ursache sind starke Rückgänge zwischen gut 20 % bis über 60 % bei fast allen größeren Lieferanten wie Österreich, Frankreich Bosnien/Herzegowina und Polen. Lediglich Kroatien und Serbien konnten ihre Liefermengen von 150 m³ auf 600 m³ bzw. von 470 m³ auf 615 m³ steigern.

Export von Buchenstammholz

Die deutschen Exporte von Buchenrundholz >15 cm sind im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum deutlich um knapp 42 % auf 336.000 Fm gefallen. An die beiden bedeutendsten Abnehmer China und Österreich wurde in der ersten Jahreshälfte deutlich weniger geliefert als im Vergleichszeitraum 2019. Dänemark tritt den dritten Platz in der Rangfolge an Schweden ab.

China hält trotz eines kräftigen Minus um fast 36 % auf 171.000 Fm seine Marktstellung als bedeutendster Kunde mit einem Marktanteil von 51 %. Auch Österreich blieb trotz Einbußen um 50 % auf 87.000 Fm auf Platz zwei. Die Exporte nach Dänemark gingen deutlich um 43 % auf knapp 12.000 Fm zurück. Schweden steigerte wie bereits im ersten Quartal die Abnahmemenge deutlich um fast 200 % von 8.000 Fm im Vorjahreszeitraum auf knapp 24.000 Fm im ersten Halbjahr 2020. Bei fast alle weiteren Top Ten Abnehmerländern gingen die Liefermengen teils drastisch zurück.

Die Durchschnittspreise bei Grenzübergang lagen im ersten Halbjahr 2020 bei 113 €/Fm, im Vorjahr waren es 118 €/Fm. Bei den Ausfuhren nach China errechnet sich ein Durchschnittspreis von 154 €/Fm (Vorj: 168 €/Fm), bei denen nach Österreich von 71 €/Fm (74 €/Fm) und bei denen nach Schweden von 46 €/Fm (66 €/Fm).

Import von Buchenstammholz

Die Einfuhr von Buchenrundholz >15 cm sank im Betrachtungszeitraum um 27 % auf knapp 45.000 Fm. Der Hauptlieferant Frankreich lieferte knapp 32 % weniger, hielt aber mit 47 % Marktanteil seine Stellung mit weitem Abstand zu anderen Lieferländern. Auch bei Polen ging die Importmenge deutlich um 64 % zurück. Einen deutlichen Anstieg gab es dagegen bei der Schweiz (+67 %). Die Niederlande und Österreich gewannen ebenfalls auffallen an Bedeutung, indem sie ihren Marktanteil auf 14 % bzw. 10 % erhöhten.

Quelle: HMI/Statistisches Bundesamt/Red.

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