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Deutschland: Geschäftslage und Prognosen

Die allgemeine Geschäftslage der Forstbetriebe in Deutschland ist anhaltend positiv. 90 % der Meldebetriebe berichten Ende Oktober über eine gute Geschäftslage. Der Marktverlauf an den Rundholzmärkten ist unverändert rege bis lebhaft. Stammholz wird rege nachgefragt, die Preise sind gestiegen. Allerdings ist beim Nadelholz der Scheitelpunkt der Nachfrage- und Preisentwicklung erreicht oder steht kurz bevor. Die Nachfrage nach Industrieholz und die Industrieholzpreise sind im Oktober noch einmal deutlich gestiegen. Dies gilt insbesondere für Buchenindustrieholz. Offenbar können die Forstbetriebe den Bedarf von Holzwerkstoff- und Zellstofferzeugern kaum decken, zumal eine erhebliche Konkurrenz vom Brennholzmarkt ausgeht.

Die Quartalsverträge für Nadelstammholz sind im Verlauf des Oktobers praktisch flächendeckend abgeschlossen worden. Im Süden Deutschlands konnte dabei ein Preisniveau von fast 100 €/Fm für das Leitsortiment der Fichte festgeschrieben werden, im Norden und Osten liegt das Preisniveau 5 bis 10 € darunter.

Trotz früher erster Vertragsabschlüsse für Buchenstammholz, beispielsweise in Hessen, stehen in anderen Regionen große Buchenholzabschlüsse noch aus. Die weitere Entwicklung an den Buchenholzmärkten ist derzeit offenbar ungewiss. Beim Eichenstammholz dagegen konnten die Forstbetriebe deutliche Preissteigerungen umsetzen und fast an das Preisniveau von 2008 anschließen. Starke Eichen guter Qualität sind gefragt.

Die Prognosen der Meldebetriebe zur künftigen Entwicklung von Rundholznachfrage und Rundholzpreisen fallen beim Stammholz wiederholt verhaltener aus als im Vormonat, lassen aber weiterhin eine Aufwärtsentwicklung erwarten. Diese dürfte bei Nadelholz nur noch geringes Ausmaß haben, beim Laubholz größeres. Die Prognosen für das Industrieholz sind weiterhin optimistisch, insbesondere für Buchenindustrieholz.

Neues Holz Journal

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