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Geschäftslage bei Laubholzsägern weiter verschlechtert

Die Ifo-Umfrage zur Beurteilung der allgemeinen Geschäftslage im Laubschnittholz erzeugenden Gewerbe lässt auch im Juni 2010 keine nennenswerte Änderung erkennen. So berichteten drei Zehntel der Teilnehmer von schlecht laufenden und sieben Zehntel von befriedigenden Geschäften. Ein Drittel der Meldebetriebe rechnet die nächsten sechs Monate betreffend mit einer weiteren Verschlechterung des Geschäftsumfeldes. Alle übrigen gehen von einer konstanten Entwicklung aus. Der Anteil an Betrieben mit zu großen Fertigwarenbeständen hat sich mit 20 % gegenüber dem Vormonat etwas vergrößert. Das reduzierte Produktionstempo behielten alle Testteilnehmer bei.
Sowohl das Einkaufsinteresse als auch die Auftragsbestände blieben bei allen Sägewerken konstant. Die Fertigwarenlager bezeichneten 20 % als zu groß. Auf Sicht der kommenden drei Monate plant etwas mehr als die Hälfte, die Produktion weiter zu drosseln. Gut zwei Zehntel haben vor, die Erzeugung von Laubschnittholz auszuweiten. Die inländischen Verkaufspreise tendierten laut Umfrageergebnis mehrheitlich (55 %) konstant. Die übrigen Unternehmen meldeten aber Preissenkungen.
Der Erzeugerpreisindex von Laubschnittholz tendierte im Mai 2010 mit einem Stand von 108,6 Punkten (2005 = 100) unverändert. Binnen Jahresfrist errechnet sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ein Minus von 2,7 %. In den nächsten drei Monaten ist nach Einschätzung von knapp der Hälfte der Meldebetriebe mit einer weiter rückläufigen Entwicklung zu rechnen. Fast alle übrigen Teilnehmer erwarten stabile Verkaufspreise.
Neues Holz Journal

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