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Deutschland: Forschung für ein neues Energiezeitalter

Deutschland: Forschung für ein neues Energiezeitalter

Für die Förderung von Forschung und Entwicklung zukunftsfähiger Energietechnologien stehen von 2011 bis 2014 rund 3,5 Mrd. € zur Verfügung. Gegenüber der Vergleichsperiode 2006 bis 2009 entspreche dies einer Steigerung um rund 75 %, schreibt die Bundesregierung in dem als Unterrichtung (17/6783) vorgelegten Sechsten Energieforschungsprogramm.

Die Zukunft der staatlichen Forschungsförderung im Energiebereich gehöre der Energieeffizienz und den erneuerbaren Energien. Im Jahr 2014 werde die Bundesregierung bereits 80 % ihres Forschungsbudgets „auf diesen beiden für die künftige Energieversorgung Deutschlands wichtigen Feldern investieren“.

Wie es in der Unterrichtung weiter heißt, decken fossile Energieträger wie Kohle, Öl und Erdgas derzeit 80 % des weltweiten Primärenergiebedarfs. Der Anteil der fossilen Energieträger sei in den vergangenen 60 Jahren sogar leicht gestiegen. Das beispiellose Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahrzehnte sei mit einem immer größeren Zugriff auf fossile Energieressourcen einhergegangen. So sei der weltweite Einsatz von Kohle von 1950 bis 2010 um etwas mehr als 200 % gestiegen, der Einsatz von Erdöl um fast 700 %. Der Einsatz von Erdgas, das 1950 aber kaum eine Rolle gespielt habe, sei sogar um 1.300 % gestiegen.

Wegen der Endlichkeit der fossilen Energieträger und der weitgehenden Einigkeit, dass bis 2050 global mindestens eine Halbierung der Treibhausgasemissionen notwendig sei, müsse der Übergang zu einem „neuen, sicheren, wirtschaftlichen, klima- und umweltverträglichen globalen Energiesystem“ geleistet werden. Dazu wolle Deutschland beispielhaft „den Weg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien beschreiten“, schreibt die Regierung.

Als Ziele für Deutschland im Jahre 2050 werden genannt:
• Reduktion der Treibhausgasemissionen um 80 bis 95 % gegenüber 1990,
• Verminderung des Primärenergieverbrauchs um 50 % gegenüber 2008,
• Absenkung des Stromverbrauchs um 25 % gegenüber 2008 und
• Ausbau der erneuerbaren Energien auf einen Anteil von 60 % am Bruttoendenergieverbrauch beziehungsweise 80 % am Bruttostromverbrauch.

Deutscher Bundestag, Parlamentskorrespondenz

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