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Deutschland: Fichte erzielt Rekordpreise

Im Auftrag der Zukunft Holz Gesellschaft unterhält die B+L Marktdaten ein Meldenetz, dem Forstbetriebe aller Waldbesitzarten angeschlossen sind. Regelmäßig berichten diese Betriebe über die Nachfrage- und Preisentwicklung im Berichtszeitraum. So wurden von einigen Meldebetrieben für Fichte zunehmend Preise in ähnlicher Höhe gemeldet wie sie kürzlich durch Forst BW publiziert wurden. Die Problematik um die zunehmende Öffnung der Preisschere Rundholzpreise/Schnittholzpreise und der dadurch immer schwierigeren Lage der Säger wird von der Forstseite zunehmend zur Kenntnis genommen. Dessen ungeachtet wird häufig argumentiert, dass die hohe Nachfrage den Preis nicht nur rechtfertige sondern vermehrt auch zulasse.
Aus den mittleren Landesteilen wird mitgeteilt, dass sich das vorübergehende Überangebot bei Nadelprofilzerspanerholz abgeschwächt zu haben scheint. Aus nördlichen Regionen wird berichtet, dass sich Nadelstammholz einer regen Nachfrage mittlerer Betriebe nach Bauholz erfreue. Bei den Großbetrieben bestehe Interesse, steigende Anteile Kiefernabschnitte zu erhalten.
Die Nachfrage nach Buchenstammholz für Vorweihnachtslieferungen ist in einigen buchenreichen Teilen Deutschlands bei stagnierenden Preisen nicht zu decken. Von unten wird hier der Markt durch die Brennholznachfrage dominiert. Auch wird die Eichenstammholz-Nachfrage nach mehrfacher Aussage in der gesamten Saison nicht zu decken sein.
In Niedersachsen ist die Nachfrage nach Industrieholz in OSB – Qualität gleichbleibend hoch und wird durch eine kaum zu deckende Nachfrage nach Nadelpalettenholz in der Versorgung erschwert. Im Spanbereich ist der Markt vor dem zu erwartenden Wintereinbruch noch sehr verhalten.
Insgesamt hat sich die Industrieholznachfrage deutlich verlangsamt. Mit Wintereinbruch ist zwar vor dem Hintergrund verminderter Verfügbarkeit mit einer gewissen Belebung der Mengennachfrage zu rechnen. Zur Preisbildung besteht derzeit allerdings Zurückhaltung. Bei Schleifholz ist sogar ein gewisser Preisdruck spürbar. Die Preise haben regional um 2 €/Rm für ungebundene Mengen nachgegeben.
Die Energieholznachfrage dürfte sich mit den ersten weiteren Frostnächten beleben und ist dann vielfach nicht zu befriedigen. Der Preis könnte aufgrund des aktuell bereits hohen Niveaus nur bescheidene Aufschläge zulassen.
holzmarktinfo

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