Holzverkauf und Holzpreise

Deutschland exportiert 25 % weniger Buchenstammholz

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Die deutschen Exporte von Buchenstammholz sind im vergangenen Jahr sehr kräftig um 25,2 % auf 529.000 Fm gesunken. In der Rangfolge der fünf bedeutendsten Abnehmer gab es im Vergleich zu 2019 kaum Verschiebungen.

China behält trotz eines kräftigen Minus um 25 % auf 233.000 Fm seine Marktstellung als bedeutendster Kunde für deutsches Buchenstammholz. Damit nahm China 2020 etwas weniger als die Hälfte der gesamten deutschen Ausfuhr ab. Österreich behielt bei einem ebenfalls kräftigen Minus um 24 % auf 172.000 Fm seinen 2. Platz. Die beiden Länder China und Österreich nahmen damit erneut beinahe drei Viertel der gesamten deutschen Buchenstammholzimporte auf.

Größte Abnehmer mit kräftigem Minus

Das ehemals drittwichtigste Abnehmerland, die Slowakei, rutscht mit einem sprunghaften Rückgang der Abnahmemenge um 83 % auf knapp 5.000 Fm und belegt jetzt Platz 9. Dagegen verdoppelten sich die Lieferungen nach Schweden im Vergleich zu 2019. Auch die Liefermengen nach Belgien (+18 %, 19.000 Fm) und Japan (+8 %, 6.000 Fm) stiegen kräftig an. Dänemark, Indien und die Schweiz verzeichneten dagegen Rückgänge um 38 %, 23 % bzw. 59 %.

Ausfuhrpreise ebenfalls gesunken

Die Durchschnittspreise bei Grenzübergang lagen 2020 bei 109 €/Fm, im Vorjahr waren es 114 €/Fm. Bei den Ausfuhren nach China errechnet sich ein Durchschnittspreis von 150 (Vj: 164) €/Fm, bei denen nach Österreich von 72 (74) €/Fm und bei denen nach Schweden von 46 (63) €/Fm.

Importe nur leicht rückläufig

Die Einfuhr von Buchenstammholz sank im Betrachtungszeitraum leicht um 2 % auf 86.000 Fm. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem das Minus bei den Importen aus Frankreich um 13 % und aus Polen um 42 %.

Quelle: HMI/Statistisches Bundesamt