ABO

Deutschland: Export und Import von Nadelindustrieholz

Der Export von Nadelindustrieholz lag in den ersten sechs Monaten 2017 um 11 % über der vergleichbaren Vorjahresmenge. Die Ausfuhren unterlagen in der zurückliegenden Zeit immer wieder teils kräftigen Schwankungen: Im Jahr 2014 war noch ein Minus von 4 % zu beobachten, im Jahr 2015 waren es -3 % und für das Gesamtjahr 2016 errechnete sich ein Anstieg um 3 %. Bei einem Vergleich der jeweils ersten sechs Monate dieses und des vergangenen Jahres ergibt sich folgendes Bild: Nach Österreich, dem wichtigsten Abnehmer, gingen bis Ende Juni 2017 51 % mehr und auch Belgien nahm ein Viertel mehr ab als vor einem Jahr. Deutliche Zuwächse waren auch bei den Ausfuhren nach Italien (+ 18 %) und Polen (+ 14 %) zu verzeichnen. Nach Luxemburg und vor allem Tschechien gingen die Lieferungen teils sehr kräftig zurück. So reduzierten sich die Ausfuhren nach Luxemburg um fast drei Zehntel und die nach Tschechien gingen von 32.000 Fm im ersten Halbjahr des Vorjahres auf quasi Null zurück.

Die Importe von Nadelindustrieholz (anderes als Nadelsägerundholz) erhöhten sich in den ersten sechs Monaten 2017 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4 % auf 1,71 Mio. Fm. Im Gesamtjahr 2016 war noch ein Rückgang um 7 % zu beobachten. Der Durchschnittswert aller Importe bis Ende Juni 2017 bei Grenzübergang lag bei 48 €/Fm, für den vergleichbaren Vorjahreszeitraum errechnet sich ein Mittel von 52 €/Fm. Ein Anstieg der Importe war im Wesentlichen nur bei den Lieferungen aus den Lieferländern Polen, Estland, Lettland und Frankreich zu verzeichnen. Die Einfuhren aus Polen erhöhten sich um 22 % auf 646.000 Fm, die aus Estland um 7 % auf 226.000 Fm, die aus Lettland um 32 % auf 153.000 Fm und die aus Frankreich um 8 % auf 65.000 Fm. Aus fast allen anderen Ländern sanken die deutschen Bezüge teils recht kräftig. Beispielsweise kamen aus Tschechien 4 % weniger, aus Österreich sanken die Lieferungen um 21 % und aus Norwegen und den Niederlanden um 23 bzw. 25 %.

Einfuhrüberschuss. Nachdem die Exporte von Nadelindustrieholz im Betrachtungszeitraum etwas stärker gestiegen sind als die Importe, erhöht sich der Einfuhrüberschuss von 1,32 Mio. Fm im Jahr 2016 auf 1,35 Mio. Fm im ersten Halbjahr 2017. Anders ausgedrückt importierte Deutschland im Betrachtungszeitraum 2016 5,2-Mal so viel wie exportiert wurde, im laufenden Jahr sank der Faktor auf 4,8.

HMI, Quelle: Statistisches Bundesamt

0 Kommentare

Antworten

von