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Deutschland: 2010 ein gutes Jahr der Forstbetriebe

Deutschland: 2010 ein gutes Jahr der Forstbetriebe

Die allgemeine Geschäftslage der Forstbetriebe in Deutschland stellt sich auch zum Jahresende 2010 ausgesprochen günstig dar. Vier Fünftel der Meldebetriebe berichten  über eine gute Geschäftslage. Der Marktverlauf hat sich gegen über dem Vormonat geringfügig verlangsamt. In einigen Regionen Deutschlands, insbesondere im Norden und in den Mittelgebirgen, wurde der Holzeinschlag durch den frühen Wintereinbruch und die heftigen Schneefälle weitgehend eingestellt. Die Holzabfuhr ist dort nur noch eingeschränkt möglich. In den letzten Wochen wurden zahlreiche Verträge für das erste Quartal oder das erste Halbjahr 2011 geschlossen.
Die Preise von Fichtenstammholz blieben im Dezember meist auf dem erreichten Niveau, in einigen Regionen waren sie leicht rückläufig. Die Preise für Kiefernstammholz waren stabil bis leicht steigend, die Preise für Buchenstammholz legten leicht zu. Die Nachfrage nach Stammholz aller Holzarten ist weiterhin hoch. Die Industrieholzmärkte zeigen sich anhaltend lebhaft. Preise und Nachfrage sind im Dezember erneut gestiegen. Dies gilt insbesondere für Buchenindustrieholz.
Die Prognosen der Meldebetriebe zur künftigen Entwicklung der Stammholzpreise fallen verhaltener aus als im Vormonat. Die Preise für Nadelstammholz werden in den kommenden Monaten – trotz hoher Nachfrage – voraussichtlich auf dem erreichten Niveau verharren. Die Preise für Buchenstammholz könnten weiter steigen. Auch in den kommenden Monaten wird Industrieholz voraussichtlich stark nachgefragt. Die Meldebetriebe gehen davon aus, dass die Industrieholzpreise weiter steigen werden. Die höchste Nachfrage und deutlichste Preissteigerung erwarten die Forstbetriebe beim Buchenindustrieholz. 
Neues Holz Journal/F.-J. Lückge

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