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Österreich: Holz-Pellets im Test

Deutsches Pelletinstitut: 1. Generalversammlung des ENplus-Zertifizierungssystems

Die erste Generalversammlung des ENplus-Zertifizierungssystems am 15 April 2011 in Ulm ist ein weiterer Beleg für das Pelletzertifikat. So die Einschätzung des Geschäftsführers des Deutschen Pelletinstituts (DEPI), Martin Bentele.

In den nächsten Jahren stehen bundesweit viele Heizungserneuerungen an. Nur wenn der Energieträger höchsten Ansprüchen genügt, wird der Verbraucher das Heizen mit Pellets beim Heizungstausch gegenüber fossilen Systemen bevorzugen. Mit ENplus wird hierfür die Voraussetzung geschaffen, denn es bietet eine bis dato nicht bekannte und weitreichende Gewährleistung für hochwertige Holzpellets.

Seit August 2010 wird das ENplus-Zeichen für Holzpellets durch das DEPI in Deutschland vermarktet. Da mittlerweile rund 60 % der Pelletproduktion in Deutschland ENplus- zertifiziert ist, erhält bereits fast jeder dritte mit Holzpellets beheizte Haushalt die zertifizierten Qualitätspellets. Im kommenden Jahr sollen mehr als die Hälfte der im Kleinanlagenbereich verwendeten Holzpresslinge nach ENplus ausgezeichnet sein.

Aus den Erfahrungen des ersten Jahres sieht Bentele als Profiteure der Zertifizierung vor
allem diejenigen Händler, die traditionell sehr sorgsam mit den Pellets umgehen und auf die Pelletqualität strengen Wert legen. Ihre hohen Ansprüche an Transport, Lagerung und Anlieferung können Händler durch das Zertifikat dem Kunden verdeutlichen. Eine Anzahl von mittlerweile 25 zertifizierten Händlern habe Bentele zufolge die Erwartung nach acht Monaten deutlich übertroffen.

Die ENplus-Zertifizierung geht sogar über die europäische Norm für Holzpellets (EN 14961-2) hinaus und nimmt einen neuen Grenzwert für den Ascheschmelzpunkt als obligatorisches Kriterium mit auf. Das bedeutet, dass nur saubere Späne als Rohstoff verwendet werden. Ein weiteres wichtiges Kriterium in der ENplus-Zertifizierung ist der Feinanteil. Vor der letzten Verladung, also bevor die Pellets zum Endkunden gebracht werden, darf die Pelletladung maximal 1 % Feinanteil aufweisen.

Auch international kommt die ENplus-Zertifizierung voran. Durch einen Nutzungsvertrag übergab das DEPI zum Jahreswechsel die Zertifikatsvergabe für ENplus an den Europäischen Biomasseverband AEBIOM. Der dort angesiedelte Europäische Pelletrat (European Pellet Council – EPC) vergibt das Zeichen an weitere Verbände in Europa. So erfolgte der Start für ENplus bereits in Österreich. In Italien, der Schweiz und Spanien steht die Einführung bevor.

Parallel zur Markteinführung des ENplus-Siegels für Holzpellets hat das DEPI eine Qualifizierungskampagne beim Heizungshandwerk gestartet.

DEPI

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