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Im Zeitraum von 1881 bis 2013 ist es in Deutschland im Mittel um 1

Deutscher Wetterdienst zum neuen Bericht des Weltklimarats (IPCC)

Herbst 2013: Der Klimawandel findet ungebremst statt. Die bisherigen Bemühungen zum Klimaschutz werden nicht ausreichen, um die auch für Deutschland zu befürchtenden Folgen zu verhindern. Hinzukommen müssen weltweit und hierzulande Anpassungsmaßnahmen an die Klimaveränderung. So fasste der Deutsche Wetterdienst die im Herbst 2013 veröffentlichten Erkenntnisse der Arbeitsgruppe 1 des IPCC zusammen. Deren Themen waren die wissenschaftlichen Grundlagen und Fakten des Klimawandels.
 
Ein halbes Jahr später: Am 31.3.2014 hat die Arbeitsgruppe 2 des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), die sich mit den Details der Anpassungen an den Klimawandel beschäftigte, ihren Bericht im japanischen Yokohama vorgestellt. Wieder waren Wissenschaftler des Deutschen Wetterdienstes (DWD) als Gutachter beteiligt und berieten die deutsche Delegation bei der Verabschiedung der Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger.
Zentrale Fragen der Arbeitsgruppe 2 waren: Wie groß sind die Folgen des Klimawandels auf globaler und regionaler Ebene tatsächlich? Welche Anforderungen stellen die notwendigen Anpassungen an den Klimawandel an die Öffentlichkeit und die Entscheidungsträger? In welchen Sektoren, wie zum Beispiel Gesundheit, Landwirtschaft, Infrastrukturen und Wasserwirtschaft, sind Gesellschaften weltweit am stärksten verbundbar?
Die Experten des IPCC haben in Yokohama auf diese Fragen aus globaler Perspektive Antworten gegeben. Für Deutschland kommt der DWD zu einer eindeutigen Bewertung: „Die Anpassung an den Klimawandel ist ein Thema, dessen nationale Bedeutung weiter wachsen wird und muss“, betont Dr. Paul Becker, Vizepräsident des DWD. Der DWD biete deshalb schon heute umfassende Klimainformationen und -beratungen für die Öffentlichkeit und Entscheidungsträger von der kommunalen bis zur nationalen Ebene an.
Weitere Aufgaben des nationalen Wetterdienstes seien die Koordinierung der nationalen Umsetzung des Globalen Rahmenprogramms für Klimadienste (GFCS) der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) sowie der Betrieb des Deutschen Klimaportals, der nationalen Schnittstelle zwischen Nutzern und Anbietern von Klimainformationen (www.deutschesklimaportal.de).
 
Folgen des Klimawandels sind bereits global und in Deutschland sichtbar
Der am 31.3.2014 vom IPCC – dem sog. Weltklimarat – vorgestellte Bericht des Weltklimarats zeigt, dass die bereits stattgefundene Erwärmung schon zu einer Zunahme der hitzebedingten Sterblichkeit geführt hat. Zu dieser Einschätzung gelangt Dr. Christina Koppe, die den Deutschen Wetterdienst in der deutschen Delegation in Yokohama vertreten hat. Um die Folgen von Hitzewellen für die Gesundheit gering zu halten, betreibt der DWD deshalb schon seit mehreren Jahren ein bundesweites Hitzewarnsystem (www.dwd.de/hitzewarnungen).
Die globale Erwärmung wirke sich aber auch auf den Niederschlag und somit auch die Wassermenge in den Oberflächengewässern aus. Vom Klimawandel betroffen sind besonders große Städte. Der IPCC-Bericht zeigt auch, dass die Erträge für Getreide und Mais weltweit als Folge des Klimawandels zurückgegangen sind.
Diese Beispiele zeigten, so Paul Becker, dass Klimaschutz zwingend durch eine nachhaltige und effiziente Anpassung an den Klimawandel ergänzt werden müsse.
DWD
Im Zeitraum von 1881 bis 2013 ist die Niederschlagssumme im Sommer in Deutschland geringfügig und nicht signifikant zurückgegangen (1 Im Zeitraum von 1881 bis 2013 ist es in Deutschland im Mittel um 1 2 Grad Celsius wärmer geworden. Quelle: Deutscher Wetterdienst 2014

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