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Sieger DEUTSCHER Waldpreis 2019 (v. l.): Ingo Siebert, Sascha Böhl, Helmut Hohnheiser

DEUTSCHER Waldpreis 2019 verliehen

Der führende Verlag im Forstbereich, der dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag, zeichnete am 14. September zum zweiten Mal vorbildliche Waldbesitzer/innen, Förster/innen und Forstunternehmer/innen mit dem DEUTSCHEN Waldpreis aus. In diesem Jahr wurde zudem erstmals der Sonderpreis „Nachhaltigkeit Wald“ verliehen.

Am 14. September haben die Zeitschriften AFZ-Wald, Deutscher Waldbesitzer und Forst&Technik die Gewinner des DEUTSCHEN Waldpreises gekürt. Bei der Festveranstaltung auf den DLG-Waldtagen in Lichtenau (Westfalen) fiel unter der Moderation von Thomas Wehner von Komatsu Forest die Entscheidung in den drei Kategorien:

  • Forstunternehmer/in des Jahres: Sascha Böhl aus Bad Berleburg in Nordrhein-Westfalen (www.fhboehl.de);
  • Förster/in des Jahres: Helmut Hohnheiser aus Rosenberg in Baden-Württemberg;
  • Waldbesitzer/in des Jahres: Ingo Siebert aus Koblenz in Rheinland-Pfalz.

Die drei Preisträger haben sich in einem zweistufigen Verfahren gegen ihre Mitbewerber durchgesetzt. Zunächst hat eine unabhängige Experten-Jury ihre Bewerbungen gesichtet und bewertet. Die drei Besten jeder Kategorie setzten sich dann einem Online-Voting auf www.deutscher-waldpreis.de durch. Die drei Fachzeitschreitschriften begründeten die Preise wie folgt:

Forstunternehmer/in des Jahres

Sascha Böhl führt ein bodenständiges Familienunternehmen in Bad Berleburg. Er hat sich nach seiner Ausbildung zum Forstwirt zielstrebig selbständig gemacht und sein Unternehmen seitdem in vorbildlicher Weise weiterentwickelt. Das zeigt sich zum Beispiel darin, dass er mit Erfolg noch einen Abschluss als Forstwirtschaftsmeister gemacht hat, um seine betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten zu stärken. Er bildet zudem erstmals einen Forstwirt aus und engagiert sich darüber hinaus in der Interessengemeinschaft Forst für die Belange seiner Branche auch politisch. Sein Kerngeschäft ist die breite Palette der forstwirtschaftlichen Dienstleistungen, die er seit kurzem um den Blockhausbau ergänzt hat.

V. l.: Klaus Wiegand (RAL Gütegemeinschaft Wald- und Landschaftspflege e. V.), Gert Unterreiner (Unterreiner Forstgeräte GmbH), Sascha Böhl (Forstunternehmer des Jahres 2019) mit Ehefrau, Florian Schmitt (Stihl), Oliver Gabriel (Forst&Technik) Foto: C. Mühlhausen

Förster/in des Jahres

Helmut Hohnheiser aus Rosenberg ist Leiter des Forstreviers Virngrund im Ostalbkreis in Baden-Württemberg. Sein Anliegen ist es, nicht nur die „Holzproduktion“ im Auge zu behalten, sondern den Wald mit all seinen Facetten wieder herzustellen und zu erhalten. Dies erreicht er, indem er einseitig nadelbaumbetonte Forsten zu zukunftsfähigen, naturnah gemischten und gestuften Mischwäldern entwickelt. Hierfür hat Helmut Hohnheiser ein auf die örtlichen Verhältnisse zugeschnittenes Saatverfahren entwickelt. Er weiß, dass der Waldumbau in Weißtannen-Mischbeständen ohne Jagd undenkbar ist und erfüllt diese waldbauliche Aufgabe mit Passion. Besonders am Herzen liegt ihm aber der Naturschutz. Die Öffentlichkeit bindet Helmut Hohnheiser mit Führungen und Exkursionen ein; daraus haben sich im Laufe der Zeit etablierte Vortragsrunden im Wald entwickelt.

V. l.: Ulrich Dohle (BDF), Florian Schmitt (Stihl), Helmut Hohnheiser (Förster des Jahres 2019), Jan Bergeest (claus rodenberg Waldkontor GmbH), Martin Steinfath (AFZ-DerWald)
V. l.: Ulrich Dohle (BDF), Florian Schmitt (Stihl), Helmut Hohnheiser (Förster des Jahres 2019), Jan Bergeest (claus rodenberg Waldkontor GmbH), Martin Steinfath (AFZ-DerWald) Foto: C. Mühlhausen

Waldbesitzer/in des Jahres

Ingo Siebert hat seinen Kindheitstraum wahr gemacht und neben der Lehre zum Forstwirt und dem anschließenden Forststudium noch einen kleinen Forstbetrieb in der Nähe seiner nordhessischen Heimatstadt Baunatal aufgebaut. Hier versucht er seine Ideen umzusetzen – ein „höchstmögliches Ausschöpfen der Potenziale des Waldes und seiner Bewirtschaftung für Mensch und Natur“. Das umfasst wirtschaftliche, ökologische und soziale Bereiche. Bei der Verwirklichung seiner Ziele strebt Siebert an, dass die Ergebnisse seines Tuns über die vom Gesetz geforderten Mindestanforderungen hinausgehen.

V. l.: Rainer Soppa (Deutscher Waldbesitzer), Ingo Siebert (Waldbesitzer des Jahres 2019) mit seinen Mitnominierten Lothar Lang und Ferdinand Graf von Drechsel
V. l.: Rainer Soppa (Deutscher Waldbesitzer), Ingo Siebert (Waldbesitzer des Jahres 2019) mit seinen Mitnominierten Lothar Lang und Ferdinand Graf von Drechsel Foto: C. Mühlhausen

Sonderpreis „Nachhaltigkeit Wald 2019“

Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr der Sonderpreis „Nachhaltigkeit Wald“ vergeben. Die Wahl fiel dabei auf die wald-wird-mobil.de gGmbH aus Berlin. Die Jury begründete ihre Entscheidung wie folgt: „Bei der Bewirtschaftung des Waldes stellt die Digitalisierung eine besondere Herausforderung dar. Die wald-wird-mobil.de gGmbH entwickelt Lösungen für eine Forstwirtschaft 4.0, die den Ansprüchen insbesondere von Familienforstbetrieben und Forstbetriebsgemeinschaften genügen. Damit leistet wald-wird-mobil.de einen innovativen Beitrag zur Erreichung unseres gemeinsamen Ziels einer effizienten, nachhaltigen und multifunktionalen Forstwirtschaft. Dieses Engagement hat uns überzeugt.“

V. l.: Prof. Dr. Andreas W. Bitter (PEFC), Rainer Soppa (Deutscher Waldbesitzer), Milan Hänsel (wald-wird-mobil.de), Florian Schmitt (Stihl)
V. l.: Prof. Dr. Andreas W. Bitter (PEFC), Rainer Soppa (Deutscher Waldbesitzer), Milan Hänsel (wald-wird-mobil.de), Florian Schmitt (Stihl) Foto: C. Mühlhausen

Sponsoren des DEUTSCHEN Waldpreises:

  • Stihl Vertriebszentrale AG & Co. KG als Hauptsponsor,
  • claus rodenberg Waldkontor GmbH als Sponsor für die Kategorie Förster des Jahres,
  • Unterreiner Forstgeräte GmbH als Sponsor der Kategorie Forstunternehmer des Jahres,
  • Binderholz als Sponsor der Kategorie Waldbesitzer des Jahres,
  • Den Sonderpreis Nachhaltigkeit Wald 2019 förderte PEFC Deutschland.

Ohne sie würde es den DEUTSCHEN Waldpreis nicht geben. Wir bedanken uns darum nochmals ganz herzlich für ihre Unterstützung.

dlv

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