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Deutscher Verkehrssicherheitsrat für Tempo 80 auf schmalen Landstraßen

Deutscher Verkehrssicherheitsrat für Tempo 80 auf schmalen Landstraßen

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) weist darauf hin, dass sich die meisten tödlichen Unfälle auf Landstraßen ereignen. Im Jahr 2013 mussten dabei 1.934 Menschen ihr Leben lassen, das sind knapp 60 % aller Getöteten. Jeder vierte Getötete wurde Opfer eines Baumunfalls. Neben Insassen von Pkw sind häufig auch Motorradfahrer an solchen Unfällen beteiligt. Laut Unfallerhebungen der Polizei ist „nicht angepasste Geschwindigkeit“ oft die Ursache für schwere Unfälle auf Landstraßen. „Ob bei Unfällen mit nicht angepasster Geschwindigkeit auch eine Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit vorgelegen hat, lässt sich oft nur mit Hilfe von Gutachten klären“, sagt Dr. Detlev Lipphard vom DVR. Unstrittig sei jedoch, so der Verkehrssicherheitsexperte, dass niedrigere Geschwindigkeiten auf jeden Fall zu geringeren Unfallfolgen führen.
Der DVR empfiehlt daher, die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen mit einer Fahrbahnbreite bis einschließlich 6 m auf 80 km/h zu begrenzen. Wo die Sichtweite nicht ausreiche, um gefahrlos überholen zu können, solle die Anordnung von Überholverboten geprüft werden.
Da nicht alle Landstraßen gleich gefährlich sind, komme der Identifizierung besonderer Gefahrenstellen eine große Bedeutung zu. Sinnvoll könne es nach Meinung des DVR auch sein, zum Beispiel auf gut ausgebauten Landstraßen die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Lkw von derzeit geltenden 60 km/h auf 80 km/h zu erhöhen. Hierdurch ergebe sich eine geringere Geschwindigkeitsdifferenz zu anderen Fahrzeugen, was zu einer Vermeidung gefährlicher Überholmanöver führen könne.
DVR

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