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Deutscher Holzbaupreis 2017: Bayern vorne

Deutscher Holzbaupreis 2017: Bayern vorne

Bei der Verleihung des Deutschen Holzbaupreises 2017, der national wichtigsten Auszeichnung für Gebäude aus Holz, haben bayerische Gebäude auf der Messe LIGNA in Hannover hervorragend abgeschnitten.

Zwei von vier Preisen gingen in den Freistaat, beide in der Kategorie Neubauten:
Einer der beiden Preisträger ist das Schmuttertal-Gymnasium in Diedorf bei Augsburg, das von der Architekten-Arbeitsgemeinschaft „Diedorf“ um Hermann Kaufmann und Florian Nagler entworfen wurde. Es handelt sich dabei um die bislang größte aus Holz errichtete Plusenergieschule in Deutschland, mit Platz für bis zu 1.000 Schülern.
Der zweite Preisträger ist die Sporthalle im oberbayerischen Haiming im Landkreis Altötting. Die Turnhalle, die optisch an eine Scheune erinnert, passt sich optimal in die Landschaft ein und beweist gleichzeitig, dass mit Holz selbst unter strenger Kostendisziplin qualitativ hochwertige Architektur möglich ist.
Neben den beiden Hauptpreisträgern erhielt die Jugendfreizeitstätte in Königsbrunn von Beer Bembé Dellinger Architekten und Stadtplaner GmbH einen Anerkennungspreis.
Martin Bentele, Vorsitzender des Kuratoriums von proHolz Bayern gratuliert den Bayerischen Preisträgern: „Die Auszeichnungen wie auch die mittlerweile zahlreichen neuen Holzbauten zeigen, dass der Baustoff in Bayern weiterhin auf dem Vormarsch ist.“
Die Holzbauquote liegt in Bayern im Wohnbereich derzeit bereits bei 20 %. Rund 5.300 Ein- oder Mehrfamilienhäuser wurden im Jahr 2016 in Bayern in Holzbauweise errichtet (Bayerisches Landesamt für Statistik, Baugenehmigungen in Bayern 2016). So viele wie seit 30 Jahren nicht. Bentele sieht den Bau-, Werkstoff und Energieträger gut aufgestellt für das Zusammenspiel von heimischer Verfügbarkeit, modernem Design und Klimaschutzanforderungen.
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
proHolz Bayern

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