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Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) besteht seit 1949 als forstpolitische, berufsständische und gewerkschaftliche Vertretung der Forstleute und Angestellten in allen Waldbesitzarten.

Deutscher Gewerkschaftstag 2020

Am 23. Oktober findet der Deutsche Forst-Gewerkschaftstag 2020 in Göttingen statt. Die Vertreter der Forstleute Deutschlands treffen sich, um eine neue Leitung zu wählen, die Leitlinien der nächsten vier Jahre des Bund Deutscher Forstleute (BDF) zu beschließen und die derzeitige Waldkrise zu diskutieren.

Beim Deutschen Forst-Gewerkschaftstage in Göttingen werden niht nur interne Neuerungen besprochen, sondern vor allem die Maßnahmen erörtert, die im Kampf gegen die Waldkrise helfen sollen. Seit drei Jahren arbeiten die Forstleute im Dauerausnahmezustand, um den Wald zu retten. Keine einfache Aufgabe mit aktuell viel zu wenig Personal. Drei Jahrzehnte lang wurde am Forstpersonal gespart und Stellen reduziert. Es müssen einerseits das Waldsterben aufgehalten und andererseits die bestehenden Wälder umgebaut und fit für die Zukunft gemacht werden. Wie genau das gelingen und woher das dafür notwendige Geld langfristig kommen kann, soll auf dem Gewerkschaftstag besprochen werden.

Drastische Reduzierung des Forstpersonals in den letzten 30 Jahren

Seit drei Jahren steht der Wald im Dauerstress. 300.000 ha sind schon jetzt kahl und müssen wieder bewaldet werden – aus einer geschickten Kombination mit der Kraft der Natur oder durch aktive Pflanzung. Ständig steigen die Zahlen der geschädigten Flächen weiter. Millionen Hektar müssen zusätzlich noch weiter zu stabilen Mischwäldern umgebaut werden. Der Wald braucht insgesamt mehr Aufmerksamkeit und eine grundlegende Änderung bei der Finanzierung. Vor allem aber auch mehr Personal. Innerhalb von 30 Jahren wurde das Forstpersonal in Deutschland um 60 % reduziert. Das derzeit vorhandene Forstpersonal reicht nicht aus, um eine qualitativ wertvolle Forstwirtschaft zu betreiben und die Mammutaufgaben Waldumbau und Wiederbewaldung zu stemmen. Gleichzeitig müssen sehr viele Waldbesitzende beraten und betreut werden. Das bestehende Forstpersonal ist gleichfalls seit drei Jahren im Dauerstress. Dazu kommen zusätzlich die Herausforderungen der Corona-Pandemie.. Das macht das Arbeiten nicht leichter.

Veranstaltung als hybride Version

Die Vertreter der Forstleute kommen daher vom 21.Oktober bis zum 24.Oktober in Göttingen zusammen, um die drängendsten Probleme des Waldes und des Personals zu diskutieren. Der Höhepunkt ist am 23. Oktober der eigentliche Forst-Gewerkschaftstag mit der Wahl einer neuen Bundesleitung, die turnusmäßig alle vier Jahre stattfindet. In diesem Jahr unter stark veränderten Rahmenbedingungen. Coronabedingt wird die Veranstaltung als hybride Version stattfinden – sowohl als Präsenzveranstaltung und als virtuelle Version im Internet.

Quelle: BDF

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