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Deutscher Forstwissenschaftspreis für Dr. Sebastian Seibold

Bearbeitet von Jörg Fischer

Dr. Sebastian Seibold, Biodiversitätsforscher an der Technischen Universität München (TUM), ist der Träger des Deutschen Forstwissenschaftspreises 2021.

Seibold wurde am 14. September in München mit der von der Eva Mayr-Stihl Stiftung gestifteten, mit 15.000 € höchstdotierten forstwissenschaftliche Auszeichnung im deutschsprachigen Raum, geehrt. Seine Forschung hat das Ziel, das Verständnis der ökologischen Wechselwirkungen zu vertiefen, die die Artenvielfalt und deren Zusammensetzung in den Waldökosystemen bestimmen. Daraus leitet er praxisnahe Empfehlungen ab, wie Biodiversität in all ihren Facetten erhalten und gefördert werden kann.

Biodiversitätsforschung auf höchstem internationalen Niveau

Prof. Martin Moog, Vorsitzender des Preiskuratoriums, sowie Robert Mayr, Vorstand der Eva Mayr-Stihl Stiftung, überreichten die Auszeichnung im Rahmen der Forstwissenschaftlichen Tagung in München. „Mit seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen erreicht der Forstwissenschaftler Dr. Sebastian Seibold höchstes internationales Niveau. Um die Umsetzung und Anwendung der Erkenntnisse seiner Arbeit zu fördern, setzt sich Herr Seibold zudem in hohem Maß für ihre Verbreitung außerhalb der Wissenschaft ein“, begründete Moog die Entscheidung des Kuratoriums. Mayr sagte: „Wir hoffen, dem Preisträger damit einen zusätzlichen Schub für seine wissenschaftliche Karriere zu geben.“

Seibold, der neben der TUM auch noch an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg forscht, sagte: „Es ist mir eine sehr große Ehre, mit dem Deutschen Forstwissenschaftspreis ausgezeichnet zu werden. Der Preis ist eine großartige Anerkennung dafür, dass Forschung helfen kann, eine bessere Balance zwischen Holznutzung und Erhalt der Artenvielfalt zu finden.“ Nach Ansicht der Stiftung leistet seine Forschung einen wichtigen und aktuellen Beitrag dazu, dass Wälder auch in Zukunft Rohstofflieferanten bleiben und gleichzeitig ihre Funktion gestärkt wird, Lebensraum für eine Fülle an Arten zu bieten.

Hintergrund:

Der Preis wird seit dem Jahr 2000 alle zwei Jahre von den vier Forstlichen Fakultäten in Deutschland gemeinsam mit der Stiftung im Rahmen der Forstwissenschaftlichen Tagung vergeben. Ausgezeichnet werden jüngere Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler, die auf dem Gebiet der Forstwissenschaften herausragende Leistungen erbracht haben. Die eigentlich für das Jahr 2020 geplante Verleihung musste aufgrund der Covid-19-Pandemie um ein Jahr verschoben werden.

Die Eva Mayr-Stihl Stiftung ist eine unabhängige, gemeinnützige Stiftung. Sie wurde 1986 von Eva Mayr-Stihl und Robert Mayr gegründet. Schwerpunkte der Stiftungsarbeit sind Wissenschaft und Forschung, Medizin sowie Kunst und Kultur.

Quelle: TUM